Bei einer Möwe am Fischmarkt ist jetzt die Vogelgrippe nachgewiesen worden (Symbolbild)
  • Bei einer Möwe am Fischmarkt ist jetzt die Vogelgrippe nachgewiesen worden (Symbolbild)
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Tote Möwe auf Fischmarkt: Vogelgrippe in Hamburg angekommen

Vor rund einer Woche mussten im Kreis Pinneberg schon 500 Mastgänse getötet werden, jetzt ist die Geflügelpest – auch Vogelgrippe genannt – auch in Hamburg angekommen: Bei einer Möwe wurde die Krankheit das erste Mal in diesem Herbst nachgewiesen, teilte der Hamburger Senat am Montag mit.

Das Tier wurde auf dem Fischmarkt in Altona aufgefunden. Das sogenannte Wildmonitoring, bei dem ganzjährig Vögel auf das Virus untersucht werden, wurde verstärkt. Weitere Schutzmaßnahmen seien aktuell nicht notwendig, so die Einschätzung des Senats. Das Verbraucherschutzamt habe Geflügelhalter:innen in der Umgebung des Fundorts informiert.

Vogelgrippe: Erster Fall in Hamburg gemeldet

Das hoch ansteckende Geflügelpest-Virus ist nicht neu: Jeden Spätherbst und Beginn des Winters steigt die Gefahr, dass Wildvögel die Krankheit einschleppen. Sie entsteht durch Vogel-Influenzaviren, die natürlicherweise bei Geflügel vorkommt. Durch ständig neue Varianten können aber auch tödliche Krankheiten entstehen.


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In Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden in diesem Herbst bereits Fälle nachgewiesen und die Krankheit verbreitet sich dort auch unter Nutztieren. Seit dem 6. November besteht in ganz Hamburg deshalb Stallpflicht für Geflügel.

Geflügelpest in Hamburg: Fälle sollen Hotline gemeldet werden

Katzen und Hunde können das Virus weitergeben, daher wird empfohlen, den Kontakt mit toten Vögeln zu vermeiden. Dass sich Menschen mit dem Erreger infizieren, ist sehr selten.

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Wer viele tote Vögel an einem Ort oder größere Vögel wie Gänse, Schwäne, Enten oder Greifvögel tot entdeckt, ist aufgerufen, dies der eigens eingerichteten Hamburger Hotline unter Tel. (040) 428 372 200 zu melden. (ncd)

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