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Tödlicher Crash: Wende im Prozess um ein illegales Autorennen in Hamburg

Überraschende Wende im Prozess vor dem Landgericht um einen tödlichen Crash auf der Sievekingsallee: Die Staatsanwaltschaft sieht nach der Beweisaufnahme keine ausreichenden Beweise mehr für das ursprünglich angeklagte illegale Fahrzeugrennen und stuft die Tat nun als fahrlässige Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässige Körperverletzung ein.

Für den Angeklagten I.(23), dessen Beifahrer (39) durch den Unfall im Oktober 2019 starb, fordert die Staatsanwaltschaft zwei Jahre und zehn Monate Haft sowie die Entziehung der Fahrerlaubnis mit einer Sperre von fünf Jahren. Für den Angeklagten R. (20) hat die Staatsanwaltschaft einen Freispruch beantragt.

Bei einem der Audis wurde das Heck komplett zerstört.

Bei dem Audi wurde das Heck komplett zerstört.

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Tödlicher Crash: Wende im Prozess um ein illegales Autorennen

Die Verteidiger beider Angeklagten haben jeweils auf Freispruch plädiert, hinsichtlich des Angeklagten I. hilfsweise auf eine Bewährungsstrafe.

Der Angeklagte I. war am 13. Oktober 2019 mit einem BMW 530, sein Mitangeklagter R. in einem Audi A 6 auf der Sievekingsallee unterwegs, mit einem Tempo bis zu 104 Stundenkilometern. Die Luxuswagen gerieten ins Schleudern und stießen bei einem Überholmanöver zusammen.

Hamburg: Beifahrer stirbt bei Unfall auf Sievekingsallee

Der BMW prallte gegen einen Baum, der Beifahrer erlag wenige Tage später seinen schweren Verletzungen. R. schrammte mit dem Audi gegen zehn Wagen am Straßenrand, verursachte an den parkenden Autos einen Schaden von rund 135.000 Euro.

Ein Urteil wird am 25. November erwartet. (ste)

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