Mit lauten Bässen für mehr Subkultur: Tausende tanzen bei „Demorave“ durch Hamburg
„Die Stadt, die wir wollen, beginnt mit uns“: Unter diesem Motto zieht der sogenannte „Demorave“, organisiert von mehreren Gruppierungen aus der Elektromusik-Szene, seit dem Nachmittag durch den Bezirk Altona. Ihre Forderung: Statt sie zu sprengen wie bisher regelmäßig, sollte die Stadt spontane und privat organisierte Musikveranstaltungen unterstützen. Die Demo soll noch bis in den Abend laufen, anschließend ist eine große After-Party geplant.
Laut Polizei hatte der Veranstalter im Vorfeld eine sehr vage Teilnehmerzahl von 5000 bis 10.000 Menschen angekündigt. Wie viele es im Endeffekt wirklich waren, hat die Polizei am Abend nicht mitgeteilt. Wie ein Sprecher sagte, verlief die Demo friedlich.
„Demorave“ führt über Schulterblatt zum Neuen Kamp
In ihrer Ankündigung schreiben die Veranstalter: „Niemand weiß genau, wie viele Openairs an einem Sommerwochenende stattfinden und das hat Gründe: Die subkulturellen Gruppen in Hamburg schaffen Räume für ihre eigenen Communities, oft abseits der Öffentlichkeit. Damit kreieren sie ihre Safespaces. Selbstorganisiert & solidarisch! Durch unsere Vernetzungsarbeit wissen wir, dass jedes Sommerwochenende mehrere Tausend Menschen auf Open Airs gehen. Und genauso regelmäßig werden viele davon durch die HPA oder Polizei gesprengt“.
Während Hochkultur über Jahrzehnte systematisch gefördert werde und Clubkultur „inzwischen 1,3 Millionen Euro Förderung erhält“, werde die nicht-kommerzielle, spontane Openair-Kultur der elektronischen Musik „nicht nur ignoriert, sondern auch bekämpft“, so das Bündnis. Für genau solche Veranstaltungen fordere man Flächen.
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Laut Polizei solle der „Demorave“ über das Schulterblatt bis zum Neuen Kamp führen, wo er am Abend enden soll. Anschließend gibt es laut Veranstalter eine Party im „Uebel&Gefährlich“ im Feldstraßenbunker. (prei)
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