Sylvie Meis
  • Sylvie Meis bringt eine neue Aldi-Kollektion an den Start.
  • Foto: imago/Future Image

Was Sylvie Meis jetzt bei Aldi verkauft

Am Strand von St. Tropez haben ihr selbstdesignter Leo-Bikini in Türkis und das korallenfarbene Modell mit Körbchen schon für Aufsehen gesorgt, erklärt Sylvie Meis – nun soll ihre Bademode auch Freibäder, Baggerseen und Balkone erobern: Ab August gibt’s Sylvies Strandkollektion in allen deutschen Aldi-Filialen, als glamouröse Influencer-Stöffchen zum Discounterpreis.

„Sonnenseite“, das ist ihr Lebensmotto, sagt Sylvie Meis bei der Präsentation in einem Eimsbütteler Café. Immer das Schöne im Leben sehen, und selbst, wenn man das vielleicht mal „nicht so von innen fühlen kann“, sagt sie, ist dieser unerquickliche Zustand doch leichter zu ertragen wenn man in einem Bikini mit schmeichelhafter Passform an einem schönen Strand sitzt. Oder auf der heimischen Terrasse. Darum heißt ihre Kollektion auch „Sonnenseiten“.

Nun stimmt es natürlich, das Leben ist schon schöner, wenn man nicht ständig an seinem Bikinihöschen rumzuppeln muss, da hat die bezaubernde Sylvie Meis recht, auch wenn man sich fragt, wie wohl ein Bikini aussieht, der an ihrem Körper Anlass bietet zum Zuppeln.

Sylvie Meis: Bikini-Kollektion bei Aldi

Aber auch Aldi-Kundinnen mit weniger Insta-tauglichen Figuren, so das sonnige Versprechen, werden von ihren Entwürfen vorteilhaft und garantiert zuppelfrei verpackt. Jedenfalls bis zu Größe XL, was der deutschen Durchschnittsgröße 42 entspricht. Bei der Gelegenheit räumt Sylvie auch gleich mit der verbreiteten Annahme auf, sie selbst würde immer nur Bademode in XS tragen. Sie trägt auch mal eine S, wegen der Zuppelvermeidung.

Sylvie mit Models
Sylvie Meis präsentierte in Eimsbüttel ihre Bademode für Aldi.

Gibt’s auch Schattenseiten? Bikinis und Badeanzug sollen je 14,99 Euro kosten, die Flatter-Kaftane für den Gang zur Pool-Bar (oder zum nächsten Pommes-Stand) gibt’s für 9,99 Euro – wo werden die produziert zu dem Preis? Sylvie, die bereitwillig Auskunft zu ihrem Lieblingsstyle („der türkise Bikini unter dem weißen Kaftan, das ist crazy, wie die Leute in St. Tropez darauf reagiert haben”) und Tipps im Kampf gegen Sonnencreme-Flecken („nur Spray nehmen und gleich ein bisschen Wasser drauf“) gibt, versteht die Frage nicht. Ihre Pressebeauftragte erklärt eilig, dass solche Anliegen bitte nicht an Sylvie, sondern an sie zu richten seien.

Sylvie Meis: „Sonnenseite“ wird in China produziert

Wenig überraschend: Die „Sonnenseite“ wird in China produziert. Fair und nachhaltig und mit Zertifikat, wie die Pressesprecherin beteuert. Die ersten Sylvie-Kollektionen für Aldi kamen 2020 auf den Markt, Nacht- und Unterwäsche. Sie wurden noch in Myanmar produziert, bis die Unruhen die Schlafshirt- und Schlüpper-Herstellung beendeten.

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Jetset-Sylvie – eben noch in der Karibik, morgen an der Côte d’Azur – und superbillige Fast-Fashion aus China, für die mega-erfolgreiche Selbstvermarkterin gibt es da keinen Widerspruch: „Mein Mann hat in St. Tropez zu mir gesagt: ‚Wow, ich kann nicht glauben, dass das von Aldi ist!‘“

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