Photoshop-Entwurf von Superbüttel
  • Viel Natur mitten in der Stadt: So soll „Superbüttel“ einmal aussehen.
  • Foto: Cities for Future; Kurs Fahrradstadt, 2021

„Superbüttel“ startet: Erste Anti-Auto-Pläne vorgestellt

Im Frühjahr machte das Projekt „Superbüttel“ der Initiative „Kurs Fahrradstadt“ erstmals die Runde. Jetzt gibt es die ersten konkreten Pläne aus der Politik, wie das Quartier um die Rellinger Straße in Eimsbüttel tatsächlich autofrei werden kann.

Nach den Plänen der Initiative sollen rund um die Rellinger Straße unter anderem neue Spielstraßen sowie Grün- und Erholungsflächen entstehen. Der private Pkw-Verkehr dagegen bekäme keinen Raum mehr im Wohnviertel. Zum Vorbild nahm sich „Kurs Fahrradstadt“ unter anderem die autofreien, grünen „Superblocks“ aus Barcelona, die dort schon seit 2017 existieren.

Eimsbüttel: Grüne erproben „belebten“ Quartiersplatz

Die grün-schwarze Koalition in Eimsbüttel will nun auf Wünsche nach weniger Autos und mehr lebenswertem Raum reagieren. Um den Verkehr zu stoppen, soll es an der Rellinger Straße künftig probeweise Durchfahrts- oder Diagonalsperren geben. Auf dem frei gewordenen Platz entstehe dann mit bereits vorhandenen Möbeln der Stadt ein „belebter Ort mit erheblicher Aufent­haltsqualität“.

Kurs Fahrradstadt Eimsbüttel
Weniger Raum für Autos, mehr Raum zum Leben: „Kurs Fahrradstadt“ präsentiert ihre Ideen für Eimsbüttel.

In der Nähe des Quartiers sollen Serviceparkplätze für Anlieferungen oder Krankentransporte entstehen, genau wie Stellplätze für Carsharing-Angebote. Dazu kommen Verkehrszählungen des Durchgangs- und Lieferverkehrs sowie im Rad- und Fußverkehr und Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. Der Versuch komme den „Vorstellungen von Bewohner:innen, Initiativen und Elternschaft der Schule Rellinger Straße von einem lebenswerten Quartier“ näher, sagte Robert Klein, Sprecher des Ausschusses für Mobilität und Mitglied der Grünen-Bezirksfraktion.

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Auch die Eimsbütteler SPD hat Maßnahmen vorbereitet, die Eimsbüttel in „Superbüttel“ verwandeln sollen. Alle Anwohner:innen sollen vom neuen Quartiersplatz und dem beruhigten Verkehr profitieren und das Projekt mitgestalten können. Ein „partizipatives Verfahren“ sei zudem wichtig, um auch die Bedürfnisse derer, die auf ein Auto angewiesen sind, zu berücksichtigen.

„Wir wollen eine spürbare Verkehrsberuhigung auf dem Langenfelder Damm und in der Lappenbergsallee. Der vielbefahrene Straßenzug soll nicht länger als Abkürzung zur Autobahn genutzt werden und hier soll künftig Tempo 30 gelten. Der kleine, von der Nachbarschaft Hammonia-Platz genannte Kreuzungsbereich zur Methfesselstraße hat das Potenzial, mit wenig Aufwand zu einem neuen Quartiersplatz umgestaltet zu werden“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Gabor Gottlieb.

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