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Sternbrücken-Zoff geht weiter: Initiative: Kein Monster-Neubau für noch mehr Autos!

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So könnte die neue Sternbrücke bald aussehen. Der Entwurf sorgt für viel Kritik (Visualisierung). 

Foto:

Vössing Ingenieurgesellschaft mbH

Sternschanze -

Das Mega-Projekt der Deutschen Bahn, die Sternbrücke an der Kreuzung der Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße durch eine Stabbogenbrücke zu ersetzen, musste bereits einiges an Kritik einstecken. Die „Initiative Sternbrücke“ meldet sich jetzt mit einer weiteren Forderung zu Wort.

Ab 2023 soll die in die Jahre gekommene Sternbrücke den Plänen der Deutschen Bahn zufolge abgerissen werden. Der Neubau an der Straßenkreuzung der Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße soll 21 Meter hoch und 100 Meter lang sein.

Das bedeutet nicht nur das Aus für den denkmalgeschützten Bau sondern gleichzeitig auch für die Clubs „Astra-Stube", „Fundbureau" und „Waagenbau", die sich unterhalb der Brücke angesiedelt haben. Eine Sanierung sei laut Aussage der Bahn zu teuer.

Initiative Sternbrücke: Forderung nach einem Mobilitätskonzept

Die Initiative Sternbrücke, ein Zusammenschluss von Anwohnern, Vertretern der ansässigen Clubs und des Bauwagenplatzes „Zomia", rief den Hamburger Senat bereits in der Vergangenheit dazu auf, die aktuellen Planungen umgehend zu revidieren und das angekündigte Planfeststellungsverfahren auszusetzen.

Zusätzlich fordert die Initiative jetzt auch ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept vom Senat. Dazu soll die bisher vierspurige Kreuzung auf zwei Spuren reduziert werden. So könnten die beiden äußeren Spuren gemeinsam von Radfahrern und Bussen genutzt werden.

Neubau in der Schanze: Initiative fordert Verkehrswende

„Diese Aufteilung funktioniert heute zum Beispiel an der Feldstraße und galt an der Sternbrücke von 1991 bis 2002, bis Mario Mettbach von der Schill-Partei wieder eine Vierspurigkeit einführte", erklärt die Initiative in einer Pressemitteilung. Mit einer Fortführung dieser Politik widerspräche die SPD-Verkehrsbehörde einer nachhaltigen Stadtentwicklung und den Klimazielen des Hamburger Senats.

Die Initiative kritisiert, dass der Senat aktuell die denkmalgeschützte Brücke und das historische Stadtbild der Sternschanze gefährde.

Mega-Brücke in der Schanze: Viel Kritik am geplanten Neubau

Jens Deye, stellvertretender Vorsitzender des ADFC Hamburg, unterstützt das Anliegen der Initiative: „Der Senat hat sich mit einem Klimaplan das Ziel gesetzt, den Kfz-Verkehr bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum er den Kfz-Verkehr an der Stresemannstraße erhöhen möchte." (aba)