Die Stiftung „Kulturglück“ möchte Kunst direkt zu den Menschen bringen und erlebbar machen.
  • Die Stiftung „Kulturglück“ möchte Kunst direkt zu den Menschen bringen und erlebbar machen.
  • Foto: Carlos Bank

Diese Hamburger Charity-Projekte verdienen Ihre Hilfe

Zu Weihnachten etwas Gutes tun? Das möchten viele Menschen, aber wo und wie? Der Charity-Adventskalender von Hamburg Tourismus bietet eine Orientierungshilfe. Hinter 24 Türchen verbergen sich insgesamt zwölf Spendenaktionen für wohltätige Zwecke. Die MOPO stellt jede Woche drei Projekte vor.

An den zwölf verbleibenden Tagen verbirgt sich jeweils ein Geschenk in dem Adventskalender, dazu zählen unter anderem Rabatte für Vorführungen im Thalia-Theater oder besondere Stadtführungen. Vor dem virtuellen Mausklick auf das jeweils tagesaktuelle Türchen ist nicht zu erkennen, ob sich an dem Tag ein Geschenk oder die Vorstellung eines der Charity-Projekte dahinter versteckt.

Außerdem wenden sich mehrere prominente Hamburger Persönlichkeiten mit Video-Botschaften persönlich an die Spendenwilligen. Darunter der Segler Boris Herrmann, Dragqueen-Legende Olivia Jones und Moderator Ingo Zamperoni.

Stiftung Kulturglück: Hier kommt Kunst zum Menschen

Wo Worte fehlen, kann die Kunst vielleicht helfen: Die Hamburger Stiftung Kulturglück hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunst zu den Menschen zu bringen, die selbst nicht zur Kunst kommen können. Die Hintergründe können sehr vielfältig sein: Gesundheitliche Probleme können der Auslöser dafür sein, genauso wie finanzielle Nöte. Sprachliche Barrieren sind ebenfalls ein großer Faktor.


Logo Hamburg Tourismus

Der Hamburger Geben-und-Nehmen-Adventskalender ist Bestandteil der Kampagne #weilwirhamburgsind von der Hamburg Tourismus GmbH. Sie macht die Solidarität in der Stadt sichtbar und stellt das WIR deutlich in den Vordergrund. Damit stärkt sie die Gemeinschaft und wirkt zugleich kraftvoll nach außen.


Ziel der Stiftung: Kultur für alle Hamburgerinnen und Hamburger erlebbar machen. Dafür gehen die Kunstpädagoginnen und Kunstpädagogen in die Krankenhäuser, basteln mit psychisch erkrankten Kinder und Jugendlichen. „Mein Antrieb ist es, denen zu helfen, die es aus eigener Kraft nicht schaffen“, sagt Chefin Nicola Verstl.

Spenden fließen direkt in die geförderten Projekte. Es ist auch möglich, die Patenschaft für ein gesamtes Projekt zu übernehmen oder durch eine Einzelspende zu fördern.

Stiftung Kinderjahre: Chancengleichheit für alle Kinder

Ein anderes Herzensprojekt ist die Stiftung Kinderjahre, die es sich auf die Fahne geschrieben hat, allen Kindern in Hamburg eine gleiche Chance zu geben. Möglich werden soll das mithilfe von Musik-, Theater und Tanzprojekten, aber auch durch Outdoor-Aktivitäten. Im Sommer veranstaltete die Stiftung zum Beispiel eine Fahrradschatzsuche in Steilshoop.

Die Stiftung Kinderjahre geht auch öfters in die Schulen, um wie hier „Gedankenflieger“ anzubieten. Hier werden philosophische Fragen erörtert.
Die Stiftung Kinderjahre geht auch öfters in die Schulen, um wie hier „Gedankenflieger“ anzubieten. Hier werden philosophische Fragen erörtert.

Leseprogramme sollen den Kindern helfen, Themen zu entdecken und sich eine Meinung zu bilden. Darum stellt die Stiftung ihren Partnerschulen Zeitungs-Abos zur Verfügung finanziert die Ausstattung von Schulbibliothken oder Bücherkisten. „Lesen ist eines der wichtigsten Voraussetzungen für gelungene Bildung“, ist man bei der Stiftung Kinderjahre überzeugt. Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann einen Betrag aufs Spendenkonto überweisen oder PayPal nutzen.

Lufthafen: Medizinische Versorgung ohne Krankenhausluft

Am Altonaer Kinderkrankenhaus gibt es eine Einrichtung, die sich „Lufthafen“ nennt und eine medizinische Versorgungslücke für langzeitbeatmete Kinder in Norddeutschland schließen möchte. Ursachen für chronische Luftnot können sowohl Querschnitts- oder Kinderlähmung als auch Schädigungen des Gehirns oder Knochen- und Muskelerkrankungen sein.

Im „Lufthafen“ des Altonaer Kinderkrankenhauses können Kinder ohne typische „Krankenhausluft“ behandelt werden.
Im „Lufthafen“ des Altonaer Kinderkrankenhauses können Kinder ohne typische „Krankenhausluft“ behandelt werden.

Farbige Wände, Eichenparkett, versteckte Medizintechnik und großzügige Wohnbereiche – all das war den Initiatoren des „Lufthafen“ wichtig. Denn der Alltag der betroffenen Kinder und ihre Familien ist bereits geprägt von Arztbesuchen, logistischen sowie finanziellen Herausforderungen. Sauerstoffflaschen, Beatmungs- und Absauggeräte sind der ständige Begleiter der Kinder und Jugendlichen.

Die Hamburger Köchin und Fernsehmoderatorin Cornelia Poletto ist Schirmherrin des „Lufthafen“ am Altonaer Kinderkrankenhaus.

In den „Lufthafen“-Patientenzimmern ist die Medizintechnik in Möbeln, Decken und Wänden versteckt. Ein integriertes Deckenliftsystem vereinfacht das Ein- und Aussteigen in den Rollstuhl. Spenden können auf das Konto des Altonaer Kinderkrankenhauses überwiesen werden. Schirmherrin des Projekts ist die Hamburger Köchin und Fernsehmoderatorin Cornelia Poletto. „Das Projekt ermöglicht menschliche Wärme und Zusammengehörigkeitsgefühl genau dann, wenn es dringend benötigt wird. Jeder noch so kleine Beitrag hilft, um dieses besondere Angebot zu erhalten und auszubauen“, sagt die Hamburgerin.

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