Ein Polizist vor der Shisha-Bar „El Padrino“.
  • Ein Polizist vor der Shisha-Bar „El Padrino“.
  • Foto: Rene Schröder 

Schon wieder: Polizei sprengt illegale Shisha-Runde – Betreiber droht doppelte Strafe

Hamm –

Sie werden lachend hinausgeführt, grinsen in die Linse, filmen Reporter – von Reue keine Spur: Am Freitagabend hat die Polizei eigenen Angaben nach neun junge Männer dabei erwischt, wie sie in einer Shisha-Bar am Grevenweg in Hamburg eine kleine Privat-Party feierten – trotz Corona, ohne Abstand und Maske, dafür mit Tabak und Alkohol.

Einer Streife war das „El Padrino“ gegen 22.30 Uhr aufgefallen, weil aus dem Laden Shisha-Geruch wehte. Mit Hilfe von Kollegen betraten die Polizisten den Laden und räumten diesen.

Trotz Corona: Polizei sprengt illegale Shisha-Runde in Hamburg 

Später musste die Feuerwehr kommen und den Kohlenmonoxid-Gehalt in der Luft überprüfen, weil es „ziemlich verraucht dort drinnen war“, wie ein Polizeisprecher der MOPO mitteilte. Das Ergebnis: keine Gesundheitsgefährdung.

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Den Betreiber erwartet die doppelte Corona-Strafe: Weil es bereits das zweite Mal war, dass er illegal seinen Laden offen hatte, muss er 10.000 statt 5000 Euro zahlen. Möglich, dass ihm auch eine Strafe wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetzes erwartet – unter den Angetroffenen befanden sich auch zwei Minderjährige. Seine „Gäste“ widerrum erwartet ein Bußgeld in Höhe von 150 Euro.

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Erst einen Tag davor hatten Polizisten an der Wandsbeker Marktstraße eine illegale Party in einer Shisha-Bar („Zahara“) aufgelöst: 18 Männer feierten im Keller – ohne Rücksicht auf die Corona-Verordnung. Der Betreiber: „Wir sind keine Kriminellen. Wir wollen uns nur unterhalten und Wasserpfeife rauchen.“ (dg)

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