Viele Hamburger sind momentan krank zuhause.
  • Viele Hamburger sind momentan krank zuhause.
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-tmn | Christin Klose

Rekordzahlen! Hamburger sind so krank wie noch nie

O du kränkliche! Hamburg hustet und schnieft sich zwischen RS-Virus, Grippewelle, Erkältungen und Corona nur so durch die Weihnachtszeit. Nahezu überall schnellen die krankheitsbedingten Abmeldungen in die Höhe. So viel krank wie in diesem Jahr waren die Hamburgerinnen und Hamburger noch nie, zeigt eine neue Auswertung.

In Hamburg steht ein neues Rekordhoch bei den Fehlzeiten erwerbstätiger Personen bevor. Bis Anfang Dezember lag der Anteil der Fehltage an allen Arbeitstagen schon bei 4,9 Prozent, rechnete die Techniker Krankenkasse (TK) vor. Im Vorjahr lag der Krankenstand am Jahresende bei 3,8 Prozent, den Wert übertrifft Hamburg damit schon jetzt deutlich – bei weiterhin steigender Tendenz.

Husten und Schnupfen setzen Hamburg ordentlich zu

Im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegt der Krankenstand ebenfalls deutlich höher, nach TK-Angaben um knapp 17 Prozent (2019: 4,2 Prozent). „Die Hamburgerinnen und Hamburger sind in diesem Jahr überdurchschnittlich lange krank“, sagt TK-Hamburg-Chefin Maren Puttfarcken. Auf 17,9 Fehltage käme eine versicherte Person im Schnitt.

„Vergangenes Jahr waren sie 14 Tage krank, und im Jahr 2019 – also vor der Pandemie – lagen die Fehltage im Schnitt bei 15,3 Tagen.“ Puttfarcken rechne damit, dass die Marke von 18 Fehltagen mit Ablauf des Dezembers noch geknackt werde.

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Schuld an der Entwicklung seien vor allem Erkältungen. Mehr als doppelt so oft wie noch 2019 fehlten die Hamburger:innen in diesem Jahr wegen Husten und Schnupfen – im Schnitt fünf Tage lang. Vor drei Jahren waren es noch 2,4 Fehltage.

Auffällig sei zudem die Verteilung über das Jahr, sagt Puttfarcken. „Normalerweise sehen wir die höchsten Krankenstände in den Herbst- und Wintermonaten, also von Oktober bis März. In diesem Jahr waren die
Krankenstände aber schon das ganze Jahr über hoch, bereits im Juli lag der Krankenstand bei fünf Prozent.“

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