Shoppen ohne 2G-Pflicht: So lief der Start in Hamburgs Läden
Statt 2G-Regel nur noch FFP2-Masken: Der Hamburger Einzelhandel setzt auf eine Belebung der Geschäfte mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen. Doch ob alle Kunden zurückkehren, ist ungewiss.
Seit Samstagmorgen können Kunden in Hamburg unter gelockerten Corona-Maßnahmen einkaufen gehen. Ein Nachweis, dass man gegen Corona geimpft oder von Covid-19 genesen ist, entfällt – es reicht das Tragen einer FFP2-Maske. Für Kinder zwischen sechs und 13 Jahren sowie die Beschäftigten in den Verkaufsstellen oder Ladenlokalen genügen medizinische Masken.
2G-Regel entfällt im Hamburger Einzelhandel
Viele Geschäftsleute ersetzten am Sonnabend die alten Hinweisschilder an ihren Ladentüren. Ein Spielzeughändler etwa stellte vor sein Geschäft in Eimsbüttel ein aufmunterndes Schild mit der Aufschrift „FFP2-Maske (Behördliche Anordnung) – Gute Laune (Idee von uns)“. In der Innenstadt herrschte am frühen Nachmittag reger Kundenandrang. Viele Menschen nutzten den Sonnenschein in der Hansestadt bei kühlen Temperaturen zu einen Bummel. Auch in Parks, an Alster und Elbe waren viele Spaziergänger unterwegs.

Ungeimpfte können in Hamburg erstmals seit rund zweieinhalb Monaten wieder in Geschäfte abseits des täglichen Bedarfs gehen. Der rot-grüne Senat von Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte die 2G-Regel Ende November angesichts rapide steigender Corona-Zahlen verhängt. In Schleswig-Holstein gilt der Wegfall der 2G-Regel bereits seit Mittwoch.

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Das Hamburger City-Management und der Handelsverband Nord hoffen jetzt auf eine deutliche Belebung der Geschäfte. Geschäftsführerin Brigitte Engler hatte am Freitag die Erwartung geäußert, dass mit dem Wegfall der 2G-Pflicht Besucherfrequenz und Umsatz um mindestens zehn Prozent steigen.
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Lockerungen der strengen 2G-Corona-Regeln für Handel und Gastronomie führen nach Einschätzung des Kieler Ökonomen Holger Görg aber nicht zwangsläufig zu besseren Geschäften. Ob die Aufhebung der Regeln positive wirtschaftliche Effekte hätte, sei nicht klar, teilte Görg kürzlich mit. „Es könnte zu mehr Umsatz führen, weil Hürden für den Zugang zu Geschäften und Lokalen für alle wegfallen“, schrieb der amtierende Chef des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in einem am 4. Februar veröffentlichten Beitrag in Kiel. „Ebenso könnte der Umsatz aber sinken, weil ein Zugang für Ungeimpfte oder Ungetestete mehr potenzielle Kundinnen und Kunden abschreckt, die sich dann nicht mehr sicher fühlen.“ (dpa/mp)
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