Polizeieinsatz nach dem Überfall auf einen Juwelier in der Neuen ABC-Straße.
Polizeieinsatz nach dem Überfall auf einen Juwelier in der Neuen ABC-Straße.
  • Polizeieinsatz nach dem Überfall auf einen Juwelier in der Neuen ABC-Straße.
  • Foto: dpa

Polizeiwache in unmittelbarer Nähe: Der superdreiste Millionen-Coup in der City

Die City-Wache der Polizei ist gleich um die Ecke – doch das hielt die bewaffneten Täter nicht davon ab, einen renommierten Juwelier in der Neustadt auszurauben. Die Beute: Luxusuhren und Schmuck für schätzungsweise zwei Millionen Euro. Trotz einer Großfahndung sind die superdreisten Täter noch nicht gefasst.

Gegen 17.30 Uhr sollen mindestens zwei Männer den Juwelier in der Neuen ABC-Straße betreten und mit einem Hammer mehrere Vitrinen zerstört haben. Der Laden befindet sich nur wenige hundert Meter vom Polizeikommissariat 14 entfernt.

Die maskierten Täter erbeuteten vor allem Uhren, der Gesamtwert soll ersten Schätzungen zufolge mehr als zwei Millionen Euro betragen. Die Polizei konnte dies nicht bestätigen, sprach nur von Beute „in relativ hohem Wert“.

Mit diesem Hammer zerschlugen die Räuber Vitrinen im Juweliergeschäft Spliedt. dpa
Mit diesem Hammer zerschlugen die Räuber Vitrinen im Juweliergeschäft Spliedt.
Mit diesem Hammer zerschlugen die Räuber Vitrinen im Juweliergeschäft Spliedt.

Seit 2016 gibt es das Ladengeschäft des extrem hochpreisigen Uhrenhändlers an der Neuen ABC-Straße. Auch auf Sylt gibt es eine Filiale. Die Chronometer von Marken wie Rolex, Audemars Piguet, Patek Philippe und Omega kosten teilweise mehr als 100.000 Euro das Stück.

Der Überfall geschah kurz vor dem Ladenschluss des Juweliers, im Geschäft befanden sich noch Angestellte. Sie wurden nach Polizei-Angaben von den Tätern mit Schusswaffen bedroht, verletzt wurde aber offenbar niemand. Ein Mitarbeiter hatte sich noch kurz vor dem Überfall in einen Hinterraum zurückziehen und die Polizei rufen können.

Hamburg: Juwelier-Räuber erbeuten Millionensumme

Nach dem Raub sollen die Täter vermutlich auf E-Scootern geflüchtet sein, in der Nähe der Stadthausbrücke fand die Polizei verdächtige Roller und Gummihandschuhe, die dort möglicherweise von den Tätern zurückgelassen wurden. Ein Spürhund nahm die Fährte auf, die Spur verliert sich jedoch im naheliegenden U-Bahnhof Rödingsmarkt.

Die Täter zerschlugen mehrere Vitrinen und raubten vor allem Uhren. Marius Roeer
Eine zerstörte Vitrine beim Juwelier in Hamburg
Die Täter zerschlugen mehrere Vitrinen und raubten vor allem Uhren.

Im gesamten Stadtgebiet wurde eine Großfahndung eingeleitet, Dutzende Streifenwagen waren am Tatort und in der Innenstadt im Einsatz. Im Juweliergeschäft sicherten Ermittler Spuren und befragten die Angestellten. Um 20.45 Uhr wurde der Großeinsatz erfolglos beendet, die weiteren Ermittlungen laufen in verschiedene Richtungen. „Ganz konkrete Anhaltspunkte haben wir noch nicht“, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst hatte der Kriminaldauerdienst (LKA 26) die Arbeiten am Tatort übernommen. Mittlerweile ermittelt aber das zuständige Raubdezernat (LKA 44). Die Beamten suchen dringend Zeugen. Hinweise an: Tel. 428 65 6789.

Der Raub weist Ähnlichkeiten zu dem versuchten Einbruch beim Juwelier im Alstertal Einkaufszentrum vor etwa zwei Wochen auf. Einen Zusammenhang schließen die Ermittler nicht aus. (to/röer/dg)

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