Polizeiauto
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Vandalismus: „FreeNow“-Zentrale beschädigt – Staatsschutz ermittelt

Die Hamburger „FreeNow“-Zentrale in Neumühlen ist mutmaßlich von Linksextremisten beschädigt worden: Beinahe die komplette Glasfront weist Risse und Löcher auf. Der Staatsschutz der Hamburger Polizei ermittelt. Im Internet ist mittlerweile bereits ein Bekennerschreiben aufgetaucht.

Titel des Schreibens: „Sabotage an Teststrecke für autonomes Fahren (TAVF) in Hamburg vor dem Beginn des „World Congress on Intelligent Transport Systems“ (ITS) und Glasbruch bei FreeNow-Deutschland-Zentrale“. Bei der Messe, die gerade in Hamburg stattfindet, geht es unter anderem um intelligente Verkehrssysteme, autonomes Fahren und Drohnen. „Wir wollen diese Zukunft nicht“, so die Verfasser.

Hamburg: „FreeNow“-Zentrale beschädigt – Staatsschutz ermittelt

Die „vermeintlich klimaschonenden, menschenfreundlichen“ Projekte seien ohne totale Kontrolle und Überwachung nicht zu haben. „Sie sollen, wie immer im Kapitalismus, Profite generieren, und zwar nicht zu knapp“, heißt es weiter. Auch die E-Scooter- und Carsharing-Angebote werden kritisiert, weil sie weniger mobil als vielmehr Kasse machen sollen.

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Neben der „FreeNow“-Zentrale wurden in den vergangenen Tagen auch mehrere Ampeln, etwa an der Edmund-Siemers-Allee, beschädigt; alle entlang der Teststrecke für autonomes Fahren. Ironischerweise sollen die vermummten und schwarz gekleideten Täter mit E-Scootern geflüchtet sein. So sollen es Zeugen gegenüber der Hamburger Polizei berichtet haben. Die Ermittlungen dauern an.


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In dem Schreiben werden außerdem der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und die „strategischen Partnerschaften“ zwischen der Politik und der Mobilitätsbranche aufs Schärfste kritisiert, auch – wie häufig bei solchen mutmaßlich linken Aktionen – der Kapitalismus als solcher. Auch prominente ITS-Redner werden beleidigt.

Um den Bogen zur Ablehnung der durch die Technologie fortschreitenden Mobilität zu spannen, endet das Schreiben mit dem Satz: „Der Kampf gegen Staat und Herrschaft und Kapitalismus bleibt analoge Handarbeit.“ (dg)

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