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  • Mit diesen Bildern bat die Polizei Pforzheim um Hinweise auf die Identität der Frau.
  • Foto: Polizei Pforzheim

Nach Mord an Frau aus Hamburg: Bruder unter Schock

Am 11. September machte ein Pilzsammler in einem Waldstück bei Freudenstadt (Baden-Württemberg) eine grausame Entdeckung – er fand die Leiche einer jungen Frau (MOPO berichtete). Schnell war klar: die Tote wurde Opfer eines Verbrechens. Erst Wochen später stellte sicher heraus, dass die Tote aus Hamburg kam. Ihr Bruder steht unter Schock.

Das Opfer wurde nach MOPO-Informationen nahe einer Parkbucht an einer Bundesstraße gefunden. Die Frau wurde geschändet, später hatte der Täter versucht, den Leichnam zu verbrennen. Auch deshalb gestaltete sich die Identifizierung schwierig. Die Polizei gründete eine SOKO namens „Pfad“. Es wurde auch erwägt, den Fall bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ ausstrahlen zu lassen, um Hinweise auf die Tote zu erhalten.

Hamburg: Bruder bekommt Todesnachricht

Einen Treffer landeten die Ermittler, als sie einen Abgleich von Vermisstenfällen aus ganz Deutschland vornahmen. Hier stießen sie auf eine Vermisstenanzeige, die ein Mann in Hamburg Anfang September bei der Polizei gestellt hatte. Er konnte seine in Nordrhein-Westfalen lebende Schwester (36) schon seit geraumer Zeit nicht mehr erreichen. Die Frau war vor mehr als zehn Jahren nach Solingen gezogen, hielt aber immer Kontakt zu ihrem Bruder.

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„Ich kann es immer noch nicht fassen. Am Mittwoch kam der Anruf, dass man meine Schwester tot aufgefunden hat. Die Tatumstände wurden mir nur leicht beschrieben“, so der geschockte Bruder zur MOPO. Als Verdächtigen habe man den Lebensgefährten seiner Schwester verhaftet. Ein Sprecher der zuständigen Polizei in Pforzheim bestätigt, dass ein Tatverdächtiger am Mittwoch festgenommen wurde und am Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt wird.

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