Schnell wechseln am „Koks-Taxi“ Geld und Ware den Besitzer (Symbolbild).
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  • Foto: Quandt

Koks per Telefon: Polizei nimmt drei Männer und eine Frau fest

Drogen per Bestellung, genau wie Pizza, Pasta oder Burger – in Hamburg ein immer häufiger auftretendes Phänomen. Und für so manchen ein gut funktionierendes Geschäftsmodell. Doch die Polizei verzeichnet in diesem Bereich auch immer wieder Erfolge und Festnahmen. So wie am vergangenen Freitag, als die Beamten drei mutmaßliche Dealer und einen Lieferanten gestoppt haben.

Das Rauschgiftdezernat (LKA 62) bearbeitet sei geraumer Zeit Fälle, bei denen solche Drogenlieferdienste als Geschäftsmodell genutzt werden. Vor allem die geknackten EncroChat-Daten, die aus Frankreich kamen, spielen dabei eine Rolle. Über EncroChat kommunizierten Verbrecher offen über Drogen, Waffen und sogar Auftragsmorde.

Koks per Telefon: Hamburger Polizei nimmt Quartett fest

Ermittlungen führten die Beamten letztlich zu einem Quartett – drei Männer (25, 27 und 28) und eine Frau (26) – das aus einer Wohnung in Barmbek-Süd heraus operiert haben soll. „Sie stehen im Verdacht, seit September diesen Jahres Handel mit Kokain in nicht geringen Mengen betrieben zu haben“, so ein Polizeisprecher.

270 Personen sollen zu ihrem Drogen-Lieferkreis gehört haben, regelmäßig belieferten sie diese – nach vorheriger telefonischer Absprache – den Angaben nach mit Kokain. Die vier Beschuldigten wurden festgenommen, der 27-Jährige sogar direkt nach einer Auslieferungsfahrt.

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In der Barmbeker Wohnung fanden die Beamten rund 460 Gramm portioniertes Kokain, knapp 8300 Euro Bargeld, Verkaufsutensilien und diverse Mobiltelefone. Sie stellten darüber hinaus auch drei Smarts sicher, die das Quartett vorrangig für die Auslieferungen benutzt haben soll. Die Beschuldigten kamen in U-Haft. Die Ermittlungen, vor allem die Auswertung der Handydaten, dauern an. (dg)

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