In einer Hamburger S-Bahn ist eine Fahrscheinkontrolle aus dem Ruder gelaufen. (Symbolbild)
  • In einer Hamburger S-Bahn ist eine Fahrscheinkontrolle aus dem Ruder gelaufen. (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO / Hanno Bode

Welle der Gewalt in Hamburgs S-Bahnen: Fahrgast greift Kontrolleure mit Kopfnüssen an

Gleich mehrere Gewaltausbrüche in der S-Bahn: Bei einer Fahrscheinkontrolle am Sonntagmorgen in der Linie S3 hat ein Fahrgast zwischen den Stationen Königstraße und Altona die Kontrolleure attackiert. Er war offenbar schwarzgefahren. Zudem ist ein 25-Jähriger auf einen Obdachlosen losgegangen.

Im ersten Fall reagierte der 34-jährige Fahrgast aggressiv, als ihn die Kontrolleure nach seinem Fahrschein fragten. Einem der DB-Mitarbeiter schlug er mehrfach mit der Faust auf den Kopf, den zweiten Mann verletzte er leicht am Hals.

Hamburg: 25-Jähriger attackiert Obdachlosen

Es gelang den Kontrolleuren, den Angreifer bis zum Eintreffen der Bundespolizei am Bahnhof Altona zu fixieren. Gegen den Fahrgast wurden mehrere Verfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung sowie des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.

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Doch das war nicht der einzige gewaltvolle Vorfall am Sonntag in der S-Bahn. Auch ein Obdachloser wurde am Vormittag von einem 25-jährigen Mann attackiert. Die Angriffe fanden in der Linie S 21 zwischen den Stationen Rothenburgsort und dem Hamburger Hauptbahnhof statt, wie die Bundespolizei am Montag mitteilte. Der 40-jährige Fahrgast hatte demnach zuvor andere Mitfahrer um Kleingeld gebeten, woraufhin er von dem 25-Jährigen mit Faustschlägen und Fußtritten angegriffen wurde.

Als das Opfer beim Halt im Hamburger Hauptbahnhof vor dem Täter fliehen wollte, riss dieser den Obdachlosen am Bahnsteig zu Boden und attackierte ihn erneut mit Fußtritten, wie ein Sprecher sagte. Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn schritten ein und hielten den 25-Jährigen bis zum Eintreffen der Bundespolizei fest. Das Opfer klagte über Schmerzen, lehnte ein ärztliche Behandlung jedoch ab. Gegen den Angreifer wurden mehrere Verfahren wegen des Verdachts auf Körperverletzung und Bedrohung eingeleitet. (dpa/mp)

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