Ein Bus der Hochbahn
  • Am Mittwochabend ist in Hamburg ein Busfahrer von Fahrgästen verprügelt worden. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Hamburg: Busfahrer weist Gruppe auf Maske hin – und wird schlimm verprügelt

Ein Busfahrer der Linie 26 ist am späten Mittwochabend an der August-Krogmann-Straße in Hamburg von einem Mann verbal angegriffen, geschlagen und schwer verletzt worden. Zuvor soll der Busfahrer ihn und seine Begleiter darauf hingewiesen haben, dass sie einen Mundschutz tragen müssen.

Laut Hamburger Polizei betrat die vierköpfige Gruppe gegen 23.15 Uhr den Bus; keiner der jungen Männer soll eine Maske getragen haben. „Neben anderen Fahrgästen wies auch der Busfahrer die Männer auf die Trageverpflichtung hin“, so Polizeisprecher Thilo Marxsen. „Die Angesprochenen reagierten darauf zunächst verbal aggressiv.“

Hamburg: Busfahrer von Gruppe verprügelt

Dann eskalierte die Situation: Einer der Männer soll den Angaben nach mehrfach auf den Busfahrer eingeschlagen und ihm eine Kopfnuss verpasst haben. „Schließlich schlug er den Kopf des Busfahrer gegen die Trennscheibe im Bereich der Fahrerkabine, die daraufhin zu Bruch ging“, teilte der Sprecher ferner mit. Die Gruppe flüchtete, wurde aber in der Nähe von Polizisten angehalten und vorläufig festgenommen. Mehrere Streifenwagen waren im Einsatz.

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Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm noch in der Nacht die Ermittlungen und machte einen 25-Jährigen als mutmaßlichen Täter aus. Der Sprecher: „Er ist bereits polizeilich bekannt.“ Der Mann soll knapp 2,3 Promille intus gehabt haben. Er und seine Begleiter durften nach Abschluss der Maßnahmen wieder gehen – es lagen keine Haftgründe vor (etwa, weil sie feste Wohnsitze haben), das Verfahren gegen sie läuft natürlich trotzdem weiter.

Der Busfahrer erlitt durch die Attacke neben Prellungen auch eine Kopfverletzung. „Er wurde erstversorgt und dann in ein Krankenhaus gebracht“, so Marxsen. „Die Ermittlungen dauern an.“

Bei der Hochbahn ist man angesichts der Brutalität des Angriffs schockiert. „Wir finden das als Unternehmen sehr bedrückend, dass unser Kollege, der sich so vorbildlich für die Sicherheit der anderen Fahrgäste eingesetzt hat, derartige Gewalt erleiden musste“, so Sprecher Christoph Kreienbaum. (dg)

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