Aus dem ersten Stock war der Mann gesprungen, dann zur gegenüberliegenden Seite zu einem anderen Haus geflüchtet.
Aus dem ersten Stock war der Mann gesprungen, dann zur gegenüberliegenden Seite zu einem anderen Haus geflüchtet.
  • Aus dem ersten Stock war der Mann gesprungen, dann zur gegenüberliegenden Seite zu einem anderen Haus geflüchtet.
  • Foto: Marius Röer

Frau (34) nach Messer-Attacke tot – mutmaßlicher Täter springt aus Fenster

Eine 34 Jahre alte Frau ist am Mittwochabend in einem Hochhaus in Rahlstedt von einem Mann mit einem Messer angegriffen worden. Sie erlag noch in der Nacht ihren schweren Verletzungen in einem Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter sprang nach dem Angriff aus dem Fenster und flüchtete.

Um kurz nach 22.30 Uhr wurde zunächst die Feuerwehr von Nachbarn alarmiert: Sie hatten eine Auseinandersetzung innerhalb der Wohnung an der Friedrichshainstraße mitbekommen und sich offenbar Sorgen um die Frau gemacht.

Hamburg: Feuerwehr öffnet Tür – und ruft sofort die Polizei

Die Retter öffneten die Tür, gingen zunächst von einem normalen medizinischen Notfall aus. Doch als sie die Frau sahen und die Lage richtig einschätzen konnten, riefen sie sofort die Polizei. Und Verstärkung: Zwei Notärzte, zwei Rettungswagen und ein weiterer Löschzug wurden angefordert.

Blutspuren am Fenster, aus dem der Mann gesprungen ist. Marius Röer
Blutspuren am Fenster, aus dem der Mann gesprungen ist.
Blutspuren am Fenster, aus dem der Mann gesprungen ist.

Die 34-Jährige war mit mehreren Messerstichen niedergestreckt worden, lag schwer verletzt auf dem Boden. Der Täter stach ihr in den Halsbereich, flüchtete anschließend durch einen Sprung aus dem Fenster; er hinterließ dabei deutliche Blutspuren am Rahmen und an der Scheibe. Durch den Sprung aus dem ersten Stock verletzte er sich.

Schließlich wurde der Mann, ein 28-Jähriger, auf einem Privatgrundstück gegenüber des Wohnhauses gefunden und von Polizisten festgenommen. Bei seiner Festnahme soll er sich massiv gewehrt und Sätze gerufen haben wie: „Sie wollen mich umbringen! Sie wollen mich umbringen! Ich bin angeschossen worden!“

Polizeibeamte hinter dem Hochhaus in Rahlstedt. Der Mann hatte sich dort versteckt. Marius Röer
Polizeibeamte hinter dem Hochhaus in Rahlstedt. Der Mann hatte sich dort versteckt.
Polizeibeamte hinter dem Hochhaus in Rahlstedt. Der Mann hatte sich dort versteckt.

Ohne Schussverletzungen, aber mit mehreren Frakturen kam er ins Krankenhaus. Seine beiden Hände waren mit Blut beschmiert. Er kam bäuchlings auf eine Trage. Polizisten mussten im Rettungswagen mitfahren, um den Mann ruhig zu halten. Später mussten sie ihm eine Spuckhaube aufsetzen.

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Die 34-Jährige wurde zunächst von Notärzten stabilisiert, erlag aber um kurz nach Mitternacht ihren schweren Verletzungen, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte. „Der mutmaßliche Täter wird im Laufe des Donnerstags einem Haftrichter vorgeführt“, ergänzte sie. In welcher Beziehung Opfer und mutmaßlicher Täter zueinander standen, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unbekannt. „Die Mordkommission ermittelt in dem Fall.“ Ob sich unter den sichergestellten Beweismitteln auch die Tatwaffe befand, sei noch „Gegenstand der laufenden Ermittlungen“.

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