Die Hamburger Polizei konnte zwei mutmaßliche Drogendealer festnehmen (Symbolfoto).
  • Die Hamburger Polizei konnte zwei mutmaßliche Drogendealer festnehmen (Symbolfoto).
  • Foto: imago/Sven Simon

Falsche Handwerker wollen 93-Jährigen ausnehmen – vier Festnahmen

Die Hamburger Polizei hat vier Männer im Alter von 21 bis 39 Jahren festgenommen, nachdem sie versucht haben sollen, einen 93 Jahre alten Mann aus Volksdorf auszunehmen. Sie gaben sich als Handwerker aus und wollten Sturmschäden beseitigen, sagten sie. Was sie eigentlich wollten: das Geld des Mannes. Ohne Arbeit.

Sie gaben sich als Mitarbeiter einer Sanierungsfirma aus, so eine Polizeisprecherin, als die Männer am Dienstag an der Tür des Mannes klingelten. Der Sturm habe einen erkennbaren Schaden am Dach verursacht, sollen sie gesagt haben, dieser müsse umgehend behoben werden. „Sie legten dem Geschädigten Werbematerial ihrer angeblichen Firma vor und drängten den 93-Jährigen zur Auftragsvergabe“, erklärt die Sprecherin das mutmaßliche Vorgehen.

Hamburg: Falsche Handwerker wollen 93-Jährigen ausnehmen

Noch bevor sie Arbeiten am Haus durchgeführt hatten, sollen die „Handwerker“ dem Mann dann eine Rechnung in Höhe von 2900 Euro hingelegt haben, die er gleich am Folgetag doch bezahlen solle. Die Haushälterin des Rentners wurde daraufhin misstrauisch und ein Verwandter des Mannes wandte sich schließlich an die Hamburger Polizei.


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Zivilfahnder des PK 38 fingen die vier Männer dann am Mittwochvormittag ab, nachdem ihnen der Rentner nicht das geforderte Geld gab. Sie wurden in einem gemieteten Citroen Jumper angehalten, in dem die Beamten das besagte Werbematerial und eine verbotene Stichwaffe fanden. Die Männer alle sollen bereits wegen identischer Maschen bei der Polizei bekannt sein. Drei von ihnen hatten gefälschte Impfausweise dabei, die ebenfalls sichergestellt wurden.

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Die Festgenommenen wurden nach Abschluss der Polizei-Maßnahmen wieder entlassen. „Keine Haftgründe“, so die Polizeisprecherin. „Die Ermittlungen führt das zuständige LKA 151 und dauern weiter an.“ Ihre Tipps: „Es gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Lassen Sie keine fremden Personen ohne vorherige Terminabsprache in ihre Wohnung. Ziehen Sie Ihnen vertraute Personen hinzu. Und rufen Sie im Zweifel sofort die Polizei unter 110.“ (dg)

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