Polizisten in schusssicherer Ausrüstung durchsuchen eine Kleingartenkolonie in Hamburg-Bergedorf.
  • Polizisten in schusssicherer Ausrüstung durchsuchen eine Kleingartenkolonie in Hamburg-Bergedorf.
  • Foto: Marius Röer

Einsatz in Hamburger Kleingarten: Anrufer meldet Schüsse

Alarm in einer Kleingarten-Kolonie in Bergedorf: Polizisten mit Maschinenpistolen, Helmen und schusssicheren Westen durchsuchen das Gelände am Curslacker Neuen Deich nach einem bewaffneten Räuber, der mehrmals geschossen haben soll. Was als Routineeinsatz beginnt, wird zur Sonderlage hochgestuft – mit überraschendem Ausgang.

Gegen 20.30 Uhr wird ein Feuer in dem Kleingarten gemeldet: Eine Laube oder Wohnmobil sollen in Flammen stehen. Wenig später meldet ein Anrufer in Zusammenhang mit dem Vorfall einen Raub, bei dem eine Schusswaffe zum Einsatz gekommen sein soll. Sechs Schüsse sollen gefallen sein.

Hubschrauber im Einsatz: Polizei Hamburg sucht vermeintlichen Schützen

Die Beamten legen ihre schusssichere Ausrüstung an, durchsuchen das Gelände. Auch ein Polizeihubschrauber kreist über der Kleingartenkolonie.

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Wenig später gibt es Entwarnung. „Der Verdacht auf einen Raub mit Schusswaffeneinsatz hat sich nicht bewahrheitet“, sagt der Lagedienst der Polizei Hamburg zur MOPO. Eine Gruppe von Männern habe in dem Kleingarten gefeiert. Unter Alkoholeinfluss sei es zum Streit gekommen. Dabei sei eine Feuerschale umgefallen und habe einen kleinen Brand in einem Gebüsch verursacht. Schüsse seien nicht gefallen.

Gegen 0.40 Uhr ist der Einsatz beendet. Es gibt vier Tatverdächtige und zwei bei dem Streit Geschädigte. Die Polizei ermittelt nun wegen fahrlässiger Brandstiftung.

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