Ein Polizeiauto als Symbolfoto.
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Bei Verfolgungsjagd in Hamburg: Polizist schießt auf Raser-Auto

Bei einer Verfolgungsjagd durch Allermöhe hat ein Beamter der Hamburger Polizei in der Nacht zu Sonntag seine Schusswaffe gebraucht: Der flüchtige Autofahrer soll mit seinem Volkswagen direkt auf ihn zugefahren sein.

Um kurz nach Mitternacht hatten die Polizisten einen Anruf über einen „auffällig fahrenden“ VW Touran bekommen. Als die Besatzung eines Streifenwagens das Fahrzeug an der Lohbrügger Landstraße anhalten wollten, soll der VW-Fahrer Gas gegeben haben und über den Ladenbeker Furtweg in südlicher Richtung vor der Polizei geflüchtet sein.

Flucht vor Polizei in Hamburg: Beamter schießt auf Volkswagen

„Im weiteren Verlauf sollte der flüchtende Pkw gestoppt werden“, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Dafür seien in der Folge neun Streifenwagen eingesetzt worden. „Der Fahrer missachtete mehrere Haltesignale und führte die Flucht zum Teil mit überhöhter Geschwindigkeit und über rote Ampeln fort.“


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Am Allermöher Deich richtete die Polizei eine Absperrung ein, Beamte verließen ihre Fahrzeuge. Der Autofahrer soll versucht haben, über den Gehweg zu flüchten. „Hierbei fuhr er auf die Polizisten zu“, so der Sprecher weiter. „Einer der Beamten setzte daraufhin seine Schusswaffe ein.“ Der VW kollidierte mit einem geparkten Fahrzeug.

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Der Fahrer, ein 35 Jahre alter Mann, soll unverletzt geblieben sein und bei seiner Festnahme Widerstand geleistet haben. Weil laut Polizei der Verdacht bestand, dass er berauscht war, wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet. Beamte des Kriminaldauerdienstes (LKA 26) übernahmen die ersten Ermittlungen. Der 35-Jährige kam in U-Haft.

„Hinsichtlich des polizeilichen Schusswaffengebrauchs haben Beamte des Dezernats Interne Ermittlungen ebenfalls, wie in solchen Fällen üblich, die Ermittlungen aufgenommen“, teilte der Sprecher ferner mit. (dg)

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