Corona-Demo am Samstag in Hamburg: Insgesamt waren 11.500 Teilnehmer dort.
  • Die Corona-Demos in Hamburg könnten laut Verfassungsschutz-Chef Torsten Voß „Andockstellen“ für Extremisten sein.
  • Foto: Marius Röer 

90-Jährige bei Corona-Demo umgeschubst: Staatsschutz sucht Zeugen

Nachdem bei der Corona-Demo am vergangenen Samstag in Hamburg eine 90-Jährige umgeschubst und schwer verletzt worden war, hat bei der Hamburger Polizei nun der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen. Die Beamten suchen Zeugen.

Im Bereich des Jungfernstiegs sollen mehrere Gegendemonstranten, offenbar Menschen aus der linken Szene, von außen auf die Teilnehmer des Corona-Aufzuges „eingewirkt“ haben, wie die Polizei mitteilte: Dabei soll mindestens eine Flasche geworfen worden sein, vorher sei zunächst nur skandiert worden. Dann kam es dann zur Schlägerei.

Corona-Demo in Hamburg: Frau verletzt – Staatsschutz ermittelt

Rund 20 Beteiligte, die aus der Gegendemonstranten-Gruppe stammen sollen, sollen geflüchtet sein, als die Polizei einschritt. Einer der Flüchtigen soll die 90-jährige Unbeteiligte in Höhe einer „Rossmann“-Filiale umgeschubst haben und weitergelaufen sein, „ohne Erste Hilfe zu leisten“, sagte ein Polizeisprecher. Die Frau erlitt einen Oberschenkelhalsbruch.


Der Newswecker der MOPO

Starten Sie bestens informiert in Ihren Tag: Der MOPO-Newswecker liefert Ihnen jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Meldungen des Tages aus Hamburg und dem Norden, vom HSV und dem FC St. Pauli direkt per Mail. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


„Eine Sofortfahndung mit mehreren Einsatzkräften führte nicht zur Festnahme der flüchtenden Person, die aufgrund der dynamischen Situation nicht weiter beschrieben werden kann“, so der Polizeisprecher weiter. „Daher bitten wir Zeugen, die Hinweise zu der tatverdächtigen Person geben können, Beobachtungen im Zusammenhang mit der Tat gemacht haben oder die Situation per Video oder Fotos aufgezeichnet haben, sich zu melden.“ Entsprechendes an: Tel. 428 65 6789.

Das könnte Sie auch interessieren: 11.500 Teilnehmer: So lief Hamburgs bislang größte Corona-Demo

Für ältere Menschen können Brüche dieser Art gefährlich sein und mitunter tödliche Folgen haben: Weil sie von jetzt auf gleich bettlägerig werden, muss die Medikamentenzufuhr erhöht werden, sie können sich kaum mehr bewegen und haben mit den Folgen der Operation zu kämpfen, bei der schwere Komplikationen auftreten können. Durch die Erschütterung der Knochen während des Sturzes kann sich in einigen Fällen dazu auch Knochenmark lösen und so arterielle Gefäßverschlüsse begünstigen, weil eben jene Knochenmarkfragmente in die Blutbahn gelangen. (dg)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp