Eine Renterin greift zum Telefon Symbolfoto
  • Eine Frau rief die Seniorin an, gab sich als Staatsanwältin aus und wies sie an, ihr Erspartes angeblichen Polizeibeamten zu übergeben (Symbolfoto).
  • Foto: Imago

Polizei wartete schon auf sie: Betrüger werden von Rentnerin ausgetrickst

Zwei Männer stehen ab Montag wegen versuchten Betrugs vor dem Amtsgericht St. Georg. Zu verdanken haben sie das einer smarten Rentnerin, die sie um 70.000 Euro erleichtern wollten. Doch die 69-Jährige fiel nur zum Schein auf den Betrug rein – und alarmierte rechtzeitig die Polizei.

Laut Anklage müssen sich die beiden 24 und 25 Jahre alten Männer wegen gemeinschaftlichen versuchten gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs vor dem Schöffengericht verantworten. Sie sollen sich mit weiteren unbekannten Mittätern zu einer Bande zusammengeschlossen haben, um ältere Menschen um ihr Erspartes zu bringen.

Rentnerin trickst Betrüger aus – jetzt stehen sie vor Gericht

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, meldete sich am 25. Oktober 2020 telefonisch eine unbekannte Mittäterin bei der Rentnerin in Borgfelde. Die Frau gab sich als „Staatsanwältin Weber“ aus und behauptete ihr gegenüber, die alte Dame sei als Einbruchsopfer auserkoren und sie solle nunmehr ihr Bargeld in Höhe von 70.000 Euro bei ihrer Bank abheben und an angebliche Polizeibeamte übergeben.

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Doch die Dame fiel auf den altbekannten Trick nicht rein und alarmierte die Polizei. Mit deren Unterstützung ging sie zum Schein auf die Forderung der Anruferin ein. Bei ihrer Hausbank nahm sie einen zuvor präparierten Umschlag in Empfang und legte diesen an einem Ort ab, den sie zuvor mit dem 25-jährigen Angeklagten vereinbart hatte. Der junge Mann kam zusammen mit seinem 24-jährigen Komplizen, der als Fahrer fungierte, zu dem vereinbarten Treffpunkt, um den Umschlag einzusammeln. Kurz darauf klickten bei den beiden die Handschellen.

Am Montag beginnt der Prozess gegen die beiden Männer vor dem Amtsgericht St. Georg.

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