Corona-Regeln Schild
  • Hamburg als Vorreiter der optionalen 2G-Regelung, nun folgen andere Bundesländer.
  • Foto: (c) dpa

Privilegien für Geimpfte und Genesene – Nur eine Minderheit ist dagegen

Bereits seit Ende August ist Hamburg Vorreiter: Als erstes Bundesland hat die Hansestadt eine 2G-Option eingeführt. Nun ziehen weitere Bundesländer nach. Immer öfter heißt es bei Veranstaltungen, Freizeitaktivitäten oder im Restaurant: nur Geimpfte und Genesene. Zwar sind die meisten Deutschen vollständig geimpft und haben kein Problem damit. Doch eine Minderheit von 20 Prozent findet das laut einer Umfrage nicht gut.

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Opaschowski-Instituts für Zukunftsforschung (OIZ).

Ablehnung kommt von Singles und Jugendlichen

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Bewohnern ländlicher Gebiete ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

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„Viele Impfgegner werden sich gegen Beschränkungen wehren“

Nach Ansicht des Zukunftsforschers Horst Opaschowski (80) kann davon ausgegangen werden, dass sich viele Ungeimpfte und Impfgegner weiterhin gegen ihre Freiheitsbeschränkungen wehren werden. „Vielleicht verbergen sich hinter der stabilen 20-Prozent-Ablehnungsquote viele politisch Unzufriedene, die sich als Verlierer der Krise fühlen und Anlass zu sozialen Konflikten und Spannungen in der Gesellschaft geben“, vermutet Opaschowski. „Das Ausgeschlossensein von der Teilnahme an Sport-, Kultur- und Eventveranstaltungen empfinden viele wie einen verordneten Hausarrest.“ (dpa/lm)

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