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  • Foto: Florian Quandt

Party statt Kreuzfahrt!: Club-Betreiber wollen Terminal kapern – jetzt gibt es Probleme

Altona –

Club- und Barbesitzer leiden hart unter den Corona-Auflagen – Abhilfe könnte ein Open-Air-Veranstaltungsgelände an einem der vielen Hamburger Kreuzfahrtterminals schaffen. Doch jetzt gibt es Probleme bei dem Projekt. 

Statt die partyhungrige Feiermeute zu illegalen Treffen in Parks zu treiben, soll die Stadt lieber Profis ranlassen und das Corona-konforme Feiern und Tanzen unter freiem Himmel ermöglichen – das ist die Forderung von Hamburger Clubbetreibern. Auch ein passender Ort ist schon gefunden: Am Cruise-Terminal Altona sollen acht Open-Air-Flächen für Clubs geschaffen werden. Name des Projektes: „Mein Club im Exil“. Die MOPO berichtete Anfang der Woche darüber. Doch noch gebe es Probleme bei der Umsetzung, sagt Veranstalter Stephan Fehrenbach.

Cruise Center Altona: Clubs und Bars im Exil betreiben

Das Projekt „Mein Club im Exil“ soll so funktionieren: Club- und Barbesitzer können ihren Betrieb auf das weitläufige Areal des Cruise Center Altona verlagern und so „im Exil“ betreiben, wie Fehrenbach erklärt. Vorteil dabei sei, dass man Corona-konform unter freiem Himmel feiere und trinke. Schon jetzt habe er mehrere Anfragen von Kollegen, berichtet der Gastronom aus Altona. Wenn es nach ihm gehe, könne „Mein Club im Exil“ die Existenz vieler Hamburger Gastronomen über den Winter hinaus sichern.

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Das weitläufige Gelände am Cruise-Terminal in Altona

Foto:

picture alliance/dpa

Problem: Hamburger Terminal muss weiterhin primär für Schiffe nutzbar sein

Doch gerade die zeitliche Planung scheint ein Problem darzustellen: Der Terminal müsse nämlich weiterhin primär für Kreuzfahrtschiffe nutzbar sein, sagt die Pressesprecherin der Hamburg Port Authority (HPA) Sinje Pangritz. Sollte ein Schiff in Altona anlegen wollen, müssen die Gastronomen demnach Platz machen.

Veranstalter in Hamburg: Betreiber brauchen Planungssicherheit

Ein ständiges Auf- und Abbauen der Stände sei für ihn wirtschaftlich nicht tragbar, entgegnet Fehrenbach und betont: Was sie jetzt bräuchten, sei Planungssicherheit. Ein Hygienekonzept habe man bereits. Das Lärmschutzgutachten will er nach eigenen Angaben in Auftrag geben, sobald er eine feste Zusage hat.

Video: Gastronomen-Demo am Rathaus

Bis Ende des Jahres sollen laut Wirtschaftsbehörde noch elf Kreuzfahrtschiffe am besagten Terminal anlegen. Ein Ausweichen an einen der anderen Terminals der Hansestadt sei aufgrund der technischen Voraussetzungen vor Ort nicht möglich, sagte ein Sprecher. Klarheit soll nun ein Gespräch der Veranstalter mit Kultur- und Wirtschaftsbehörde bringen. Vorab wollten sich beide Behörden nicht zu möglichen Lösungsansätzen äußern.

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So leicht aufgeben wolle er nicht, sagt Fehrenbach. Eine Tanzdemo am Freitag soll demzufolge den Druck auf die Politik erhöhen. Für die Veranstaltung rechnet der Altonaer Gastronom mit bis zu 500 Teilnehmern. (dpa/maw)

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