Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand.
Eine junge Frau hält ein Smartphone in der Hand.
  • Am bundesweiten Warntag wurde auch das neue „Cell Broadcast“-System getestet, das Meldungen auf eingeschaltete Handys schickt. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Alarm in der ganzen Stadt: Hamburg mit Warntag zufrieden

Achtung, Achtung – es ist nichts passiert: Am heutigen Warntag schrillten um Punkt 11 Uhr bundesweit Handys, Sirenen heulten, Bildschirme im öffentlichen Raum zeigten eine Warnmeldung. Hamburg ist mit dem Test zufrieden.

„Es hat alles funktioniert“, sagte der Sprecher der Innenbehörde, Daniel Schaefer, am Donnerstag. Alle 123 Sirenen im Stadtgebiet hätten Probealarm ausgelöst. Nach Beobachtung der Katastrophenschutzabteilung seien die Probewarnungen auch über digitale Werbetafeln und das Cell-Broadcast-Verfahren auf Handys verbreitet worden. Für diese Verbreitungskanäle sei jedoch allein das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) verantwortlich. Um 11.45 Uhr folgte die Entwarnung.

Probe-Alarm auf dem Handy: Bundesweiter Warntag

Hamburgs 123 Sirenen stehen vor allem im Hafengebiet, das von Altona, über Mitte und Harburg bis nach Bergedorf reicht. 50 weitere Sirenen sollen in den nächsten Jahren auch außerhalb der sturmflutgefährdeten Gebiete installiert werden. Sie sollen künftig helfen, die Bevölkerung auch vor Binnenhochwasser, Starkregen oder anderen Gefahren zu warnen. Bereits zum Beginn der Sturmflutsaison hatte die Stadt am 8. September in Eigenregie ihre Warnmittel getestet. Hierzu gehören neben den Sirenen, digitalen Anzeigen und Warn-Apps auch Böllerschussanlagen und Lautsprecherwagen.

Der Warntag soll die technischen und organisatorischen Abläufe einem Härtetest unterziehen und die Menschen zugleich für das Thema sensibilisieren. Der bundesweit erste Warntag im September 2020 war schiefgegangen: Die zentrale bundesweite Probewarnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe verzögerte sich um 30 Minuten.

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Der ehemalige Präsident des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme, sieht in Deutschland erheblichen Nachholbedarf bei der Vorbereitung auf mögliche Katastrophen. Der Umgang mit Katastrophenlagen müsse wieder trainiert werden, sagte der Sicherheitsexperte am Donnerstag im Deutschlandradio. Viele Menschen seien nicht informiert darüber, was sie bei Warnungen tun müssten. (dpa/mp)

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