Beleuchtete Werbetafeln am Kurfürstendamm in Berlin
Beleuchtete Werbetafeln am Kurfürstendamm in Berlin
  • Auf solchen digitalen Werbetafeln werden die Probewarnungen am 8. Dezember zu sehen sein. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa/Christoph Soeder

Nicht nur auf dem Handy: Hier werden die Probewarnungen auch zu sehen sein

Wenn am 8. Dezember das neue Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast in Deutschland getestet wird, erscheinen die Warnungen nicht nur auf Mobiltelefonen. Auch in Einkaufsstraßen, an Verkehrskreuzungen und Haltestellen werden sie auf digitalen Stadtanzeigetafeln abgespielt. Ebenso über Radio, Fernsehen, Internetseiten, Social Media, Lautsprecherwagen oder Sirenen.

Der Gedanke hinter diesem sogenannten Warn-Mix ist, dass, wer die Warnung auf dem Handy nicht wahrnimmt, sie trotzdem sieht, beispielsweise beim weihnachtlichen Bummel über die Mönckebergstraße.

Dort werden dann an vielen digitalen Wertetafeln die Probewarnungen aufleuchten, bis eine Dreiviertelstunde später dann eine Entwarnungsmeldung kommt. So ist zumindest der Plan des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

900 digitale Werbetafeln Teil des Warnsystems

Dass eine Warnung auf den digitalen Tafeln in Innenstädten tatsächlich wahrgenommen wird, zeigt eine Auswertung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Mannheim im Jahr 2021. 83,2 Prozent der Befragten gaben damals an, die Stadtinformationsanlagen und die darauf platzierte Warnung wahrzunehmen.

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Das BBK hat auf seiner Seite eine Online-Umfrage installiert, denn der Probewarntag soll ja vor allem eines sein: Ein Probelauf, der zeigt, wo es noch Verbesserungspotential gibt. Alle Menschen, die sich am Warntag 2022 in Deutschland aufhalten, können an der Umfrage teilnehmen, um so zu helfen die Warninfrastruktur aktiv zu verbessern.

Warn-Apps und Sirenen bisher nicht ausreichend

Beim Cell Broadcast werden am 8. Dezember Nachrichten wie Rundfunksignale an alle kompatiblen Geräte geschickt, die in einer Zelle eingebucht sind – daher der Name.

Die Flutkatastrophe im Ahrtal in Rheinland-Pfalz im Sommer 2021 hatte gezeigt, dass die Warn-Apps und klassischen Sirenen nicht ausgereicht haben, um die Bevölkerung flächendeckend vor der Gefahr zu warnen. In anderen EU-Staaten ist Cell Broadcast bereits im Einsatz.

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