Kokain (Symbolbild).
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Neue Senatszahlen: Hamburg: So viele Drogentote wie seit 18 Jahren nicht mehr

In Hamburg hat es 2019 so viele Drogentote wie seit gut zwanzig Jahren nicht mehr gegeben: So verloren nach Senatsangaben 81 Menschen ihr Leben beim Konsumieren von Rauschgift.

Das geht es aus einer Anfrage der CDU an den Hamburger Senat hervor. Demnach seien 2019 zehn Menschen mehr gestorben als noch im Jahr davor (71). Zum Vergleich: 2017 waren es insgesamt 60 Drogentote, 2012 „nur“ 49. Mehr Tote gab es zuletzt 2001 (101).

Drogentote in Hamburg: So viele wie seit zehn Jahren nicht mehr

Besonders schlimm waren die 90er-Jahre: Damals hatten in einem Jahr 184 Menschen ihr Leben wegen ihres Drogenkonsums verloren (1991). In St. Georg bewachte die Polizei die „Szene“ mit mehreren Hundertschaften, versuchte so, die Junkies und Drogendealer zu verdrängen.

Ganz so fatal sind die Zustände heute nicht mehr. Aber: Auch bundesweit stieg die Zahl der registrierten Todesfälle im Zusammenhang mit Drogenkonsum. Die Gründe dafür sind vielfältig: Nach Erkenntnissen des Zolls kommen immer mehr Drogen ins Land, der Preis auf der Straße bleibe dabei konstant und verhältnismäßig gering – auch bei großen Sicherstellungen.

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Meistens sterben Konsumenten nicht an einer einzelnen Droge wie Heroin, sondern am sogenannten Mischkonsum. Hilfe bekommen Süchtige in Beratungsstellen wie dem „Drob Inn“ am Besenbinderhof oder dem Beratungsstellenverbund „Kodrobs“. (dg)

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