Joybräu Gründer Dimter Brümmer
  • Das Gründer-Duo Tristan Brümmer (l.) und Erik Dimter wagte sich mit ihrem alkoholfreien Proteinbier in die „Höhle der Löwen“.
  • Foto: JoyBräu GmbH

Nach TV-Show: Riesen-Ansturm auf das Proteinbier aus Hamburg

Erst beim Sport ordentlich auspowern, dann mit einem kühlen Bier wieder Kraft auftanken – klingt wie gemacht für das Bierland Deutschland. Zwei Hamburger Gründer wollen diese Vorstellung tatsächlich wahr werden lassen und wagten sich mit ihrem Proteinbier in die TV-Sendung „Höhle der Löwen“. Einen Investor gab es am Ende zwar nicht, dafür aber riesigen Andrang auf ihr Produkt.

Erik Dimter und Tristan Brümmer hatten eine spezielle Idee. Es gibt so viele Biermarken und Biersorten auf dem Markt – weshalb sollte da nicht auch Platz für ein alkoholfreies Sportlerbier sein? Übliche Proteinshakes hätten ihnen zu „übersüßt“ und zu „künstlich“ geschmeckt. So sei das Duo 2015 auf die Idee gekommen, die Sportlergetränke „mit dem guten Geschmack eines frischgebrauten Bieres“ zu verbinden.

„Höhle der Löwen“: „Joybräu“-Deal mit Nils Glagau platzt

Entstanden ist daraus die Marke „Joybräu“. Drei Sorten gehören zur Produktpalette, ein Proteinbier mit Zitronengeschmack, ein kalorienreduziertes Lightbier und ein Vitaminbier. Alles alkoholfrei, natürlich. 2018 wagten sich Dimter und Brümmer damit erstmals auf den Markt. Und jetzt eben in die TV-Show „Höhle der Löwen“.


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Zehn Prozent der Firmenanteile wollte das Duo an die Investor:innen abgeben und dafür 300.000 Euro kassieren. Nils Glagau biss an und sagte das Geld zu – allerdings wollte er 25 Prozent des Unternehmens. Nach der Ausstrahlung der Sendung am Montag, die schon im März aufgezeichnet worden war, kam raus: Der Deal platzte.

Geschadet hat das „Joybräu“ allerdings nicht – im Gegenteil. Erst im August nahm Discounter-Riese Aldi Süd das Sportlerbier als Aktion ins Angebot auf. Als nächstes Ziel setzt sich das Start-up „flächendeckende Aktionen bei größeren Handelsketten wie Rewe, Edeka und Kaufland“, sagte Tristan Brümmer zur MOPO. „Joybräu“ wolle weiter Fuß auf dem Markt fassen und dank der „Höhle der Löwen“ seien viele neue Anfragen bei den Gründern eingegangen.

Auch auf einen Ansturm neuer Kund:innen durch die Vox-Show am Montagabend hatten sich die Gründer vorbereitet – offenbar zurecht. „Wir streben an, über 100.000 Dosen unserer Sportbiere in der Woche rund um die Show an die sportbegeisterten Männer und Frauen der Nation zu bringen“, sagte Brümmer.

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Selbst ohne einen „Löwen“ als Partner mangelt es auf Seite der Investor:innen offenbar nicht an Interesse an „Joybräu“. Schon im vergangenen Jahr sammelte das Start-up in einer Finanzierungsrunde einen siebenstelligen Betrag ein. Aktuell bereiten die Gründer ein Blockchain-basiertes Crowdfunding vor. Ab dem kommenden Januar sollen dann rund 2000 private Interessent:innen in „Joybräu“ investieren können.

Die dürfen sich auch auf neue Produkte freuen. Tristan Brümmer verriet, dass der „Joybräu“-Braumeister bereits an neuen Innovationen arbeite. Dazu gehöre auch ein Energy-Bier, das schon ab Anfang 2022 zu kaufen sein soll.

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