Kita-Personal
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  • Mit dem Programm soll die sprachliche Entwicklung von Kita-Kindern gefördert werden. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa | Bernd Thissen

Nach Aus durch Bundesregierung: Hamburg rettet Sprach-Kitas

Die sogenannten Hamburger „Sprach-Kitas“ werden seit 2016 mit Bundesmitteln bei der sprachlichen Bildung von Kindern im Kita-Alltag unterstützt. Das Projekt drohte auszulaufen – soll nun aber mit Mitteln der Stadt fortgesetzt werden.

Das Projekt „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ist Teil eines Programms vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, das eigentlich Ende 2022 auslaufen sollte. Das wollten die Bundesländer verhindern: Sie forderten eine Fortsetzung des Projekts, in dem ein besonderer Fokus auf die Sprachentwicklung der Kinder gelegt wird – auch durch zusätzliche Fachkräfte. Dadurch sollen insbesondere die Kinder gefördert werden, in deren Familien Deutsch nicht als Muttersprache gesprochen wird.

Sprachentwicklung: Fünf Millionen Euro aus Landesmitteln

Gemeinsam mit anderen Bundesländern und Bildungsinitiativen hat Hamburg nun durchgesetzt, dass das Projekt zumindest um ein halbes Jahr bis zum 30. Juni 2023 verlängert wird. „Das hat ein kurzes Aufatmen ermöglicht“, sagt Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) in einer Pressemitteilung. Und kündigt an: „Um Zeit für die Entwicklung eines tragfähigen Anschlussprogramms zu erhalten, werden wir das Bundesprogramm in Hamburg anschließend bis zum 31. Dezember 2023 fortsetzen“. Um das zu finanzieren, will Hamburg fünf Millionen Euro aus Landesmitteln einsetzen.

2024 soll dann ein neues Programm eingeführt werden, in dem die Sprach-Kitas mit dem 2013 eingeführten Landesprogramm „Kita-Plus“ zusammenführt. Auch „Kita-Plus“ fördert Einrichtungen mit zusätzlichem Personal, die aufgrund ihrer sozialen oder kulturellen Heterogenität vor besonderen Herausforderung stehen.

Sprach-Kitas: „Bessere Bildungschancen für Hamburger Kinder“

„Wir wissen, dass die hervorragende Arbeit in beiden Programmen bisher schon wichtige Impulse für gesellschaftliche Teilhabe und verbesserte Bildungschancen für die Hamburger Kinder gesetzt hat“, sagt Sozialsenatorin Schlotzhauer. Hamburg hat von den Sprach-Kitas besonders profitiert: Jede vierte Kita erhielt Bundesmittel aus dem Programm. Das bedeutet: Insgesamt 336 zusätzliche Fachkräfte und 27 Fachberatungen seit Projektbeginn 2016.

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Auch aus den Oppositionsfraktionen der Hamburgischen Bürgerschaft gibt es Zuspruch für die Fortsetzung des Programms. „Die katastrophale Fehlentscheidung der Ampel in Berlin, die sich dazu entschlossen hatte, dieses Erfolgsprogramm einzustellen, musste korrigiert werden“, sagt Silke Seid, familienpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion. (ps)

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