Die Notunterkunft in der Kollaustraße in Lokstedt, Hamburg
  • Die Notunterkunft in der Kollaustraße: Anwohner beschweren sich über die Obdachlosen. Die Vorwürfe: Belästigungen, Pöbelein, Urinieren auf Privatgrundstücke und versuchte Einbrüche. 
  • Foto: Patrick Sun

Nach Anwohner-Beschwerden: Obdachlosen-Unterkunft in Hamburg schließt

Die zahlreichen Anwohner-Beschwerden über eine Obdachlosenunterkunft in Lokstedt zeigen Wirkung: Mitte Juni soll das Container-Dorf geschlossen und nicht mehr für das Hamburger Winternotprogramm genutzt werden.

Die Unterkunft soll nur noch als Reserve für eine mögliche Kurzunterbringung von Flüchtlingen bereitgehalten werden, wie das „Abendblatt“ berichtete. In einem Schreiben an die Anwohner bitten die Sozialbehörde und der Betreiber der Unterkunft demnach um Entschuldigung.

„Die Nutzung eines Standortes für die temporäre Unterbringung obdachloser Menschen erfordert hin und wieder ein gewisses Maß an Toleranz durch Anwohnerinnen und Anwohner. Dafür sind wir den Menschen im Umfeld dankbar“, zitiert die Zeitung Martin Helfrich, den Sprecher der Sozialbehörde.

Obdachlosen-Unterkunft in Hamburg schließt

Immer wieder haben sich Mieter neben der Unterkunft und Anwohner aus einem benachbarten Wohnhaus in der Stapelstraße über die Obdachlosen beschwert. Den Vorwürfen zufolge urinieren sie auf Privatgrundstücke. Kinder fanden weggeworfene Flaschen und Spritzen im Gebüsch. Zudem sei die Lärmbelästigung durch das Wach- und Servicepersonal hoch gewesen.

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Auch die MOPO hatte sich vor einigen Monaten vor Ort umgeschaut und ein eigenes Bild gemacht. Direkte Gespräche mit den Verantwortlichen der Unterkunft haben offenbar nicht zu Besserung der Situation geführt. (mhö)

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