Eine „Globetrotter“-Mitarbeiterin stattet MOPO-Reporterin Pauline Reibe mit dem VR-Equipment aus.
  • Für das VR-Abenteuer werde ich mit einem Rucksack und einer Brille ausgestattet.
  • Foto: Florian Quandt

Mitten in Hamburg: Meine Tour über den gefährlichsten Wanderweg der Welt

Die Sommerferien sind vorbei und viele Hamburger sind auch im Urlaub wegen der Pandemie lieber in Deutschland geblieben. Abenteuerlust und Fernweh sind bei einigen noch nicht ausreichend gestillt. Wie wäre es da mit einem einer Tour über den gefährlichsten Wanderweg der Welt und einem anschließenden Flug mit einem Heißluftballon über’s Gebirge – und das alles auf 36 Quadratmetern? Und mitten in Hamburg? Die MOPO hat es ausprobiert.

Ich stehe auf einem wackeligen Bretterweg und halte mich krampfhaft an der Felswand zu meiner Rechten fest. Ich blicke nach links – und sofort wird mir speiübel. Denn dort geht es hunderte Meter in die Tiefe. Ich bin richtig verzweifelt, mein Magen macht ordentlich Radau. Dabei stehe ich doch sicher in einem kleinen, dunklen Raum mitten in Hamburg.

Mithilfe von Virtual Reality (VR) können Hamburger und Touristen diesen Abenteuer-Trip ab sofort hautnah im „Globetrotter“-Pop-Up-Store in der Europa-Passage erleben. Für schwache Nerven ist das nichts: Ich habe jedenfalls ordentlich mit meiner Höhenangst zu kämpfen.

So läuft die Virtual-Reality-Reise ab

Ausgestattet mit einem Rucksack, der für das richtige Kälte- und Wärmeempfinden sorgt und einer VR-Brille mit integrierten Kopfhörern werde ich von den Mitarbeitern in den kleinen, dunklen Raum geführt.

Sobald ich die Brille aufhabe, verwandelt sich die Umgebung um mich herum. Von einem Start-Raum im Stile eines „Globetrotter“-Geschäftes gelange ich in eine Kältekammer, deren Temperatur über den Rucksack simuliert wird. Anschließend muss ich durch eine schmale Höhle kraxeln.

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Dann kommt der Teil, vor dem ich wirklich Angst habe. Mir wird simuliert, dass ich mich auf dem Hua Shan, dem gefährlichsten Wanderweg der Welt in China befinde. Der Weg führt an einer Felswand entlang und ist kaum breiter als meine beiden Füße zusammen. Links von mir geht es hunderte Meter in die Tiefe. Einzig eine Stange an der Felswand bietet Halt. Ich habe tatsächlich das Gefühl, ich könnte jederzeit herunterfallen.

Mit einem Heißluftballon fliege ich über ein Gebirge in China.

Schließlich folgt ein Flug mit dem Heißluftballon über das Gebirge. Am Ende bin ich richtig stolz, meine Angst überwunden zu haben.

So lange soll der Pop-Up-Store in Hamburg bleiben

Seit der Eröffnung des Geschäftes in der vergangenen Woche haben das schon jede Menge Menschen getan: Laut Shop-Manager kommen täglich um die 40 Gäste in den Genuss des VR-Erlebnisses. Für jeden wird eine halbe Stunde eingeplant. Die Termine für den Gratis-Trip kann man auf der Webseite buchen.

Laut Center-Manager Jörg Harengerd ist der Pop-Up-Store eine riesige Bereicherung für die Europa-Passage. „Aufgrund von Corona verändern sich die Einkaufszentren. Immer mehr Geschäfte in Handel und Gastronomie werden aufgegeben. Erlebnisse wie diese machen die Center attraktiver für Einheimische und Touristen.“

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Das VR-Erlebnis soll zunächst für eine Testphase von einem Jahr in der Europa-Passage bleiben. „Bei der großartigen Resonanz gehe ich aber fest davon aus, dass es das Angebot auch länger geben wird“, sagt Jörg Harengerd.   

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