Polizeieinsatz (Symbolfoto).
  • Polizeieinsatz (Symbolfoto).
  • Foto: icture alliance/dpa | Karl-Josef Hildenbrand

Mit Tempo 140 durch die Stadt: Männer liefern sich offenbar illegales Autorennen

Sie rasten durch die Stadt, überfuhren rote Ampeln und überholten rücksichtslos andere Verkehrsteilnehmer. Bis sie von der Polizei gestoppt wurden. Jetzt stehen zwei 25-Jährige wegen eines illegalen Autorennens vor Gericht.

Verbotenes Kraftfahrzeugrennen – so lautet die Anklage gegen die beiden 25-jährigen Männer, die sich am 28. Dezember 2021 gegen 23 Uhr mit ihren Autos – einem Porsche Cayenne und einem Renault Megane Scenic – auf der Straße duellierten.

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Laut Anklage bretterten sie teilweise mit Tempo 140 durch die Stadt. Einer von ihnen überfuhr sogar an der Kreuzung zur Anckelmannstraße im Stadtteil Borgfelde eine rote Ampel. Zudem sollen beide Männer einen vor ihnen fahrenden Bus überholt haben. Trotz Gegenverkehrs wichen sie auf die Gegenfahrbahn aus und scherten unmittelbar vor dem Bus wieder ein.

Illegales Autorennen: Zwei Männer vor Gericht

Im Bereich der Elbbrücken soll der Renaultfahrer Schlangenlinien gefahren und auf den Porsche Cayenne aufgefahren sein. Dabei betätigte er laut Staatsanwaltschaft mehrfach die Lichthupe. Auf der Wilhelmsburger Reichsstraße wurden die Angeklagten schließlich von der Polizei gestoppt.

Ab Mittwoch beginnt der Prozess gegen die beiden Raser vor dem Amtsgericht Harburg.


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Dort müssen sich seit Anfang Mai auch zwei andere Männer wegen eines illegalen Autorennens verantworten. Allerdings nahm jenes Rennen am 25. März 2019 auf der Köhlbrandbrücke ein tödliches Ende, als einer der Fahrer, ein 22-Jähriger, in einer Linkskurve die Kontrolle über seinen Audi A7 Quattro verlor und einen Schwertransporter touchierte. Durch den Aufprall geriet der Wagen ins Schleudern, streifte die Mittelleitplanke und krachte schließlich mit der Beifahrerseite in den Containeranhänger eines weiteren Lastwagens. Für den 24-jährigen Beifahrer, bei dem es sich um den Bruder des Fahrers handelte, kam jede Hilfe zu spät. Er erlitt bei dem Unfall ein Schädelhirntrauma mit zentraler Lähmung und erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen. Der 22-jährige Fahrer blieb wie durch ein Wunder unverletzt.

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