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Wer mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist, ist oft mit Problemen konfrontiert, die andere gar nicht bemerken. (Symbolbild)
  • Wer mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs ist, ist oft mit Problemen konfrontiert, die andere gar nicht bemerken. (Symbolbild)
  • Foto: imago/Rolf Kremming

Mit Rollstuhl oder Kinderwagen durch Hamburg: Das soll jetzt helfen

Kopfsteinpflaster, ein schmaler Bürgersteig oder E-Scooter mitten auf dem Gehweg: Was den meisten Hamburger:innen kaum etwas ausmacht, kann für diejenigen, die mit Kinderwagen oder mit Angehörigen im Rollstuhl unterwegs sind zu echten Hindernissen werden. Ein Forschungsprojekt der HafenCity Universität (HCU) will helfen.

Gerade Frauen kümmern sich häufig um Kinder oder pflegebedürftige Familienangehörige. Doch diese unbezahlte Sorgearbeit wird oft übersehen – so auch in der Stadt- und Verkehrsplanung. Wie sich diese Menschen mit ihren Angehörigen durch die Stadt bewegen und welche Barrieren ihnen warum den Alltag erschweren, dazu gibt es kaum Daten und Erkenntnisse, erklärt Martin Niggemann der MOPO.

Barrierefrei durch Hamburg: Viele Probleme sind Planern gar nicht bewusst

Er ist Soziologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HCU – und will diese Wissenslücke nun durch das Projekt „FairCare Verkehr“ füllen. Dafür haben die Forschenden des „City Science Labs“ ein digitales Tool entwickelt, in dem pflegende Angehörige ihre Wege protokollieren, Hindernisse wie Stufen oder kaputte Fahrstühle eintragen und Orte kommentieren können, um ein Problem so erst bewusst zu machen. Zum Beispiel, dass eine Rollstuhlrampe im Bus bei Regen plötzlich gefährlich rutschig werden kann.

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Noch ist das Tool ein Prototyp. Es ist eingebunden in das größere Projekt „Connected Urban Twins“ und den Forschenden geht es vor allem um die Frage, wie solche sozialen Aspekte technisch überhaupt erfasst und ausgewertet werden können. Langfristig soll es aber als ein Werkzeug für die Stadtplanung etabliert werden – um so auch Barrieren in den Köpfen von Stadtplaner:innen abzubauen.

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