Wertvolle Niedermoorböden und Lebensraum für streng geschützte Tiere würden durch die Erweiterung zerstört werden. (Symbolbild)
  • Wertvolle Niedermoorböden und Lebensraum für streng geschützte Tiere würden durch die Erweiterung zerstört werden. (Symbolbild)
  • Foto: picture alliance/dpa

Mercedes in Heimfeld: Widerstand gegen die Erweiterung – Grund ist ein Moor

Heimfeld –

Klimaschutz oder Wirtschaftswachstum: Was ist wichtiger? Um diese brandaktuelle Frage gibt es derzeit im Hamburger Süden Streit. Grund: Das dortige Mercedes-Werk soll erweitert werden – doch dafür müsste ein wertvolles Moorgebiet weichen. 

Mehr als 48.500 Unterschriften wurden bisher durch eine Petition der Organisation „Rettet den Regenwald“ gesammelt. Die Aktivisten stellen sich gegen die Daimler-Werk-Erweiterung in einem Moorgebiet in Heimfeld.

Das Moor sei ein wichtiger Kohlendioxid-Speicher und auch Lebensraum für streng geschützte Tiere, so die Begründung. Wie der NDR berichtet, fordern die Widerständler die Bezirksversammlung Harburg und den Senat auf, „die Planungen für die Erweiterung des Daimler-Werkes umgehend aufzugeben“.

Hamburg: Protest gegen die Erweiterung von Mercedes 

Durch eine Bebauung der Moorfläche würde der CO2-Speicher, sowie der Lebensraum geschützter Tierarten und wertvolle Niedermoorböden verloren gehen und zerstört werden. Zwar bietet der Automobil-Konzern Ausgleichsflächen über 55 Hektar für das verlorene 21 Hektar große Moor an, wie der NDR berichtet, jedoch vertreten die Umweltschützer den Standpunkt, dass ein Jahrtausende altes Moor nicht auszugleichen sei.

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In ihrer Forderung an die Bezirksversammlung und den Senat stellt die Organisation „Rettet den Regenwald“ außerdem klar: „Die Interessen eines Industriekonzerns müssen hinter dem Schutz der Natur und damit unserer Zukunft zurückstehen“. (se)

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