Hamburg: Peter Tschentscher (SPD) und Katharina Fegebank (Grüne) gehen am 21. Dezember 2021 zur Landespressekonferenz nach der Senatssitzung zur Corona-Lage im Rathaus.
  • Hamburg: Peter Tschentscher (SPD) und Katharina Fegebank (Grüne) gehen am 21. Dezember 2021 zur Landespressekonferenz nach der Senatssitzung zur Corona-Lage im Rathaus.
  • Foto: Marcus Brandt/dpa

Hamburgs Notfall-Plan für Weihnachten: Bloß niemandem weh tun

Hamburg geht in einen „superleichten Lockdown“. Die meisten werden ihn kaum bemerken: Sperrstunde, Clubs dicht, Party-Verbot – das trifft (mal wieder) vor allem die Jüngeren. Selbst FFP2-Masken bleiben nur eine Empfehlung.

Mit heißer Nadel hat der Senat angesichts deutlich steigender Inzidenzen einen Notfallplan (alle Details lesen Sie hier) gestrickt, der einem Großteil der Bürger nicht weh tun soll. Es ist das Prinzip Hoffnung in einer unsicheren Lage. Immer noch ist unklar, wie gefährlich Omikron für eine größtenteils durchgeimpfte Stadt wie Hamburg ist. Klar ist nur: Omikron breitet sich aus.

Kompletter Lockdown wäre jetzt nicht angemessen

Gut ist, dass der Senat nicht auf die anderen Bundesländer wartet, sondern selbst handelt. Gut ist auch, dass nicht gleich ein Komplett-Lockdown verhängt wird wie vom RKI gefordert – der wäre angesichts der vielen Unsicherheiten derzeit nicht angemessen. Gegen Omikron wird keine No-Covid-Strategie helfen. Wir werden diese Welle, so wie Delta bislang, kontrolliert durchlaufen lassen müssen – mit so vielen Einschränkungen wie nötig und so wenigen wie möglich.

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Das Wichtigste ist: Weiter mit aller Kraft boostern. Auch wenn die Querdenker das nicht verstehen: Impfen schützt immer noch am besten. Umso wichtiger, dass die Stiko endliche ihre Empfehlung, an die sich Hamburg wider besseres Wissen sklavisch gehalten hat, geändert hat und jetzt jeder nach drei Monaten die dritte Spritze bekommt.

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