Wenn die Straße zur Rutschpiste wird: Mann fällt auf den Rücken
Wenn die Straße zur Rutschpiste wird: Mann fällt auf den Rücken
  • Ein Mann rutscht auf einer Straße aus (Symbolbild).
  • Foto: Imago

Glatteis in Hamburg: Dieses Verhalten ist geradezu kriminell

Hamburg schlittert in den Wochenstart! Ich hoffe, Sie sind heil von A nach B gekommen. Denn wie ignorant sich manche Grundstücksbesitzer angesichts der spiegelglatten Wege verhalten, ist schon fast kriminell.

Es ist ja nicht so, als wäre die Glätte heute Morgen überraschend gekommen. Überall wurde gewarnt. Viel geholfen hat es nicht.

Fuß- und Radwege in Hamburg kaum gestreut

Ich bin heute Morgen über perfekt geräumte und völlig vereiste Radwege gefahren. Auf einer Veloroute bin ich einer hauchdünnen, kaum zu erkennenden Sandspur gefolgt, die ein Arbeiter der Stadtreinigung dort verstreut hatte. Dass die Stadtreinigung warnt, dass es vor allem auf Rad- und Fußwegen glatt sein könnte, ist schön – aber auffallend ist weiterhin, dass in die Räumung der Straßen weit mehr investiert wird als in Rad- und Fußwege.

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Der eigentliche Skandal aber ist, wie viele Grundstücksbesitzer die Glätte einfach ignoriert haben. Selten hat man in Hamburg so viele verängstigte Bürger über völlig vereiste Gehwege schleichen und schlittern sehen.

Sicherste Orte in Hamburg: Hauptverkehrsstraßen

Nun, ich denke, man kann an eine echten Winter nicht gewöhnte Stadt auch nicht die höchsten Ansprüche stellen. Aber es ist geradezu rücksichtslos, als Haus- oder Grundstücksbesitzer in so einer Lage nicht zu streuen. In der Folge war die  Feuerwehr trotz des Einsatzes aller in der Stadt verfügbaren Rettungswagen beim Aufsammeln der vielen Glatteisopfer derart überfordert, dass sie die Bürger bitten musste, zu Hause zu bleiben. Viele konnten das aber nicht, mussten zur Arbeit, in Schulen und Kitas.

Beim nächsten Glatteis sollten die Ordnungsdienste deshalb ein klares Zeichen setzen: Massive Kontrollen, hohe Bußgelder – damit Streu-Muffel kapieren, wie gefährlich ihr Verhalten ist.

Und auch auf Seiten der Stadt gibt es Verbesserungspotenzial: Wenn Zugänge zu S- und U-Bahnstationen nur in Trippelschritten passiert werden können, ist das kein Ausweis für eine erfolgreiche Verkehrswende. Die sichersten Orte draußen in Hamburg waren heute Morgen ausgerechnet Hauptverkehrsstraßen.

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