Das Hotel „Vier Jahreszeiten“ an der Binnenalster in Hamburg
  • Das „Vier Jahreszeiten“ an der Binnenalster wurde mehrfach als bestes Hotel Deutschlands ausgezeichnet.
  • Foto: imago/Waldmüller

Massive Einbrüche: Storno-Welle in Hamburgs Hotels

Seit dieser Woche gilt auch in den Hamburger Hotels die 2G-Regel. Die Umsetzung sei kein Problem gewesen, sagen die Hoteliers. Allerdings lassen zahlreiche Stornierungen die Branche mit Sorge auf den anstehenden Corona-Winter blicken.

Das Geschäft ebbe massiv ab, sagte ein Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) in Hamburg. Das liege auch an der 2G-Regel, nach der nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben, die seit Beginn der Woche für Hotelaufenthalte in der Hansestadt gelte. Die Folge seien zahlreiche Stornierungen im Tagungs- und Geschäftsbereich gewesen. Aber auch Touristen bleiben den Angaben nach aus Angst vor einer Ansteckung allmählich weg.

Hamburg: 2G-Regel führt zu Stornierungen in Hotels

Die Umsetzung der strengeren Corona-Regeln sei keine große Umstellung gewesen, bestätigt auch Ingo Peters, Direktor des Hamburger Fünf-Sterne-Hotels „Vier Jahreszeiten“. Die Regeln hätten in seinem Haus aber ebenfalls viele Stornierungen zur Folge gehabt – insbesondere seien Veranstaltungen wie Weihnachtsfeiern abgesagt worden und Geschäftsreisende blieben nun weg.


Der Newswecker der MOPO

Starten Sie bestens informiert in Ihren Tag: Der MOPO-Newswecker liefert Ihnen jeden Morgen um 7 Uhr die wichtigsten Meldungen des Tages aus Hamburg und dem Norden, vom HSV und dem FC St. Pauli direkt per Mail. Hier klicken und kostenlos abonnieren.


Das könnte Sie auch interessieren: Deutschlands beste Hotels: Hamburg an der Spitze – aber mit Abzügen

Noch schärfere Corona-Regeln sieht Peters aber kritisch. „Ich glaube, es wäre eine unkluge Entscheidung, einen Lockdown so herbeizuführen wie letztes Jahr.“ Damals sei ein zweiwöchiger Lockdown angekündigt worden – und dann habe man im Hotel erst im Juni wieder Gäste empfangen können. Er bemängelte vor allem fehlende Kriterien für Lockerungen: „Woran messe ich denn, wann ich wieder öffnen kann?“

Hotel-Branche befürchtet erneuten Lockdown

Durch den Lockdown sei zudem nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern auch sozialer Schaden entstanden. Er habe Mitarbeiter, die durch die Schließung depressiv geworden seien, sagte Peters. Der Hotelchef sprach sich vielmehr für die Absage von Großveranstaltungen und die Schließung von Weihnachtsmärkten und Discos aus. Für vertretbar halte er auch eine Impfpflicht oder eine 2G-Plus-Regel, also dass Geimpfte und Genesene einen negativen Corona-Test nachweisen müssen. (dpa/mp)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp