Terry S. (Bild links) wurde im Juli in einer Shisha-Bar in Hohenfelde ermordet. Rechts: Polizisten am Tatort
  • Terry S. (Bild links) wurde im Juli vergangenen Jahres in einer Shisha-Bar in Hohenfelde ermordet. Rechts: Polizisten am Tatort
  • Foto: Instagram/Lars Ebner/MOPO-Collage

„Shisha-Mord“ in Hamburg: Warum der Fall jetzt neu aufgerollt wird

Der Mordprozess gegen den 25-jährigen Okan Ö., der gemeinsam mit einem Mittäter einen Mann in einer Shisha-Bar in Hohenfelde erschossen haben soll, wird von Donnerstag an neu aufgerollt.

Die Hauptverhandlung muss neu beginnen, weil eine Schöffin längerfristig erkrankt ist. Sie könne daher nicht mehr an der Verhandlung mitwirken, wie das Hanseatische Oberlandesgericht mitteilte. Ein Austausch der Richterin in der laufenden Hauptverhandlung sei verfahrensrechtlich nicht möglich gewesen. Weitere Termine sind für den 12. und 14. Dezember sowie ab dem 9. Januar bis Ende Februar jeden Dienstag und Donnerstag angesetzt.

Hinrichtung in Shisha-Bar: „Ich habe mit dem Mord nichts zu tun“

Bei Beginn des ersten Prozesses im September hatte der Angeklagte Ö. seine Unschuld beteuert. „Ich habe mit dem Mord nichts zu tun. Ich habe den Mord nicht begangen und war nicht der Begleiter desjenigen, der ihn begangen hat“, ließ der Deutsche vor dem Landgericht Hamburg seine Verteidigerin verlesen. Er sei an dem Abend nicht in der Shisha-Bar gewesen.

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Am 22. Juli 2022 waren zwei vermummte Männer in die Bar an der Lübecker Straße gekommen und hatten mit einer Maschinenpistole unvermittelt auf den rauchenden Terry S. geschossen. Die Kugeln durchbohrten Kopf und Herz. Die Hintergründe dafür sind noch nicht erörtert. Danach verließen sie das Lokal. Das 27-jährige Opfer starb aufgrund seiner schweren Verletzungen im Krankenhaus.

Im Dezember nahm man die beiden mutmaßlichen Täter fest. Jedoch konnte man ihnen die Tat noch nicht nachweisen. Die Vorwürfe stützen sich vor allem auf die Aussagen einer Zeugin, an denen es berechtigte Zweifel gibt. Okan Ö. war zuvor bereits wegen Drogenhandels zu einer Strafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt. (dpa/mp)

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