Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr vor der Drogenberatungsstelle in Harburg, wo zwei Männer niedergeschossen worden waren
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr vor der Drogenberatungsstelle in Harburg, wo zwei Männer niedergeschossen worden waren
  • Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr vor der Drogenberatungsstelle in Harburg, wo zwei Männer niedergeschossen worden waren
  • Foto: Lenthe

Schüsse vor Hamburger Drogeneinrichtung: Männer angeklagt

Im Dezember 2021 wurden zwei Männer vor einer Drogeneinrichtung in Harburg angeschossen und schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter und sein Komplize stehen jetzt wegen versuchten Totschlags und Beihilfe vor Gericht.

Im Juli vergangenen Jahres klickten in Rom die Handschellen. Da wurde der Hauptangeklagte, ein 41-Jähriger, von italienischen Polizisten verhaftet. Dorthin hatte er sich geflüchtet, nachdem er im Dezember 2021 mutmaßlich die lebensgefährlichen Schüsse auf zwei Männer in Harburg abgegeben hatte.

Zwei Männer vor Hamburger Drogeneinrichtung niedergeschossen – Prozessbeginn

Laut Anklage soll er dort vor einer Drogeneinrichtung an der Schwarzenbergstraße mit den beiden Männern in Streit geraten sein. Dabei ging es vermutlich um Drogenhandel. Eines der Opfer soll dem Angeklagten Geld und Drogen geklaut haben.

Dann soll der Angeklagte einem der Männer in den Bauch geschossen haben. Als der andere Mann dem Opfer zu Hilfe eilen und weitere Schüsse verhindern wollte, wurde auch er in den Bauch geschossen. Der 36-jährige Mitangeklagte soll den mutmaßlichen Täter beim Schuss auf das erste Opfer angefeuert haben, weshalb er sich jetzt vor Gericht wegen Beihilfe verantworten muss. Nach der Tat hatten Mordermittler in dessen Wohnung in Neugraben-Fischbek Beweismittel sichergestellt.

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Beide Männer waren bereits nicht mehr ansprechbar, als die Rettungskräfte eintrafen. Sie wurden unter notärztlicher Begleitung in Krankenhäuser gebracht. Einem musste in einer Notoperation ein Stück des Darms entfernt werden. Beiden Männern konnte schließlich das Leben gerettet werden. Die Polizei suchte nach der Tat sofort mit einem Großaufgebot nach den Tätern. Mehr als 20 Streifenwagen waren im Einsatz, allerdings ohne Erfolg. Im Juli verkündeten Staatsanwaltschaft und Mordkommission, dass beide mutmaßlichen Täter gefasst worden seien und in Untersuchungshaft säßen.

Am Dienstag müssen sich die beiden Angeklagten wegen versuchten Totschlags, beziehungsweise Beihilfe, vor dem Hamburger Landgericht verantworten.

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