Labore überlastet : So soll in Hamburg jetzt auf Corona getestet werden
Die steigenden Corona-Fallzahlen stellen Testlabore auf eine harte Probe – so auch in Hamburg. Damit die Kapazitäten nicht weiter an ihre Grenzen stoßen, hat das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag neue Empfehlungen für Tests ausgesprochen.
Die Empfehlungen sehen vor, bei reinen Verdachtsfällen nicht mehr aufwändige Labortests durchzuführen – etwa bei Menschen, die Kontakt zu einer infizierten Person hatten, aber selbst keine Symptome aufweisen. Außerdem soll besonders in der Herbst-/Wintersaison nicht mehr bei jedem Schnupfen getestet werden.
Hamburger Gesundheitsbehörde: Material für Tests könnte knapp werden
Bereits in der vergangenen Woche sollen laut Hamburger Gesundheitsbehörde nämlich weit über 18.000 Testungen an Werktagen durchgeführt worden sein – bei dieser Quote könnte das Material schnell knapp werden.
Für ein gezieltes Vorgehen sprach sich auch Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) aus. „Wir können nicht beliebig viel testen. Wer keine Symptome hat, muss in der Regel nicht getestet werden”, sagte er dem „Spiegel”.
Bei leichten Symptomen wird im Einzelfall entschieden
Bei leichten Symptomen empfiehlt das RKI im Einzelfall zu entscheiden, ob ein Test notwendig sei. Zu den Kriterien gehöre dann unter anderem, ob die Person zur Risikogruppe gehört oder ob sie regelmäßig Kontakt zu gefährdeten Gruppen hat. Auch wenn bei Verdacht kein Test durchgeführt wird, sollten sich die betroffenen Personen trotzdem so verhalten, dass mögliche Übertragungen verhindert werden.
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Zur Entlastung der Labore könnten die neuen Antigen-Schnelltests herangezogen werden. Die Hamburger Gesundheitsbehörde will nächste Woche informieren, wie die Empfehlungen des RKI umgesetzt werden. (lmr)
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