Das Kreuz einer katholischen Kirche
  • Das Karmelitinnen-Kloster in Finkenwerder muss schließen. (Symbolbild)
  • Foto: IMAGO / Silas Stein

Nach fast 23 Jahren: Hamburger Kloster muss schließen

Seit fast 23 Jahren gibt es in Finkenwerder ein Kloster. Dort leben die Karmelitinnen, die jetzt ihren Standort jedoch schließen müssen. Am Samstag findet eine letzte Abschiedsfeier statt. Was aus der Kirche wird, ist noch nicht abschließend geklärt.

Um 17 Uhr findet der Vespergottesdienst unter Leitung von Erzbischof Stefan Heße statt, der die Karmelitinnen aus Finkenwerder verabschiedet. „Wir verlieren ein wichtiges geistliches Zentrum im Erzbistum und vor allem in der Stadt Hamburg“, sagte Heße dazu vor einigen Wochen. „Viele Jahre lang war der Karmel ein gastfreundlicher Ort für Menschen, die Ruhe und Orientierung suchen.“

Karmelitinnen-Kloster in Finkenwerder muss schließen

Die Schwestern hätten schon im April angekündigt, ihr Kloster auf der Elbinsel aufzugeben, teilte das Erzbistum am Donnerstag mit. Ihnen zufolge sei es trotz intensiver Bemühungen nicht möglich gewesen, die Gemeinschaft personell auf eine solide Grundlage zu stellen: „Daher bleibt uns jetzt nichts anderes übrig, als unser geliebtes Kloster hier auf Finkenwerder aufzugeben.“ Es lebten zuletzt nur noch zwei Schwestern auf Finkenwerder.

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Das Erzbistum ist den Angaben zufolge mit einer geistlichen Gemeinschaft wegen der Übernahme von Kirche, Pfarrhaus und Gästehaus im Gespräch.

Das Kloster ging 1999 aus einem sogenannten Karmel, einer Gruppierung der Ordensgemeinschaft, im hessischen Hainburg hervor. Zunächst lebten in der Karmelzelle dauerhaft drei Schwestern, die regelmäßig von Schwestern aus Hainburg besucht wurden. Mit der Schließung des Klosters in Hainburg im Jahr 2014 wurde der Standort in Finkenwerder ein selbstständiger Karmel, wie es auf der Seite des Klosters lautet. (mp/dpa)

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