Klimastreik Hamburg
  • Starkes Zeichen vor der Bundestagswahl: Zehntausende Hamburger:innen gingen beim Klimastreik auf die Straße.
  • Foto: Florian Quandt

Klimastreik: Zehntausende Hamburger:innen demonstrieren für bessere Klimapolitik

Zwei Tage vor der Bundestagswahl hat Fridays for Future (FFF) am Freitag auch in Hamburg zu einer Großkundgebung aufgerufen. Erwartet wurden bis zu 20.000 Teilnehmer:innen – doch es demonstrierten deutlich mehr Hamburger:innen. Hier gibt’s unseren Newsticker zum Nachlesen.

15.56 Uhr: Wir beenden unseren Newsticker an dieser Stelle und bedanken uns bei Ihnen für die Aufmerksamkeit. Mehr Infos und Fotos vom Klimastreik gibt’s später auf MOPO.de und natürlich am morgen früh am Kiosk in der MOPO AM WOCHENENDE.

15.53 Uhr: Die Polizei hat ihre Teilnehmer:innen-Schätzung noch einmal leicht nach oben korrigiert: Man gehe von 26.000 Demonstrierenden aus, erklärte ein Polizeisprecher gegenüber der MOPO.

15.48 Uhr: Zum Abschluss spielt Hamburgs Newcomer-Hoffnung Zoe Wees. Natürlich im Programm: ihr Durchstarter-Hit „Control“.

Zoe Wees Klimastreik Hamburg
Finale der Abschlusskundgebung: Zoe Wees beim Klimastreik in Hamburg.

15.34 Uhr: Bei der Abschlusskundgebung spricht gerade die Hamburger Fridays for Future-Aktivistin Annika Kruse. „Was für eine korrupte Welt, in der wir leben, in der der Klimaschutz egal ist“, sagt sie laut und mit Wut in der Stimme. „Wir müssen jetzt endlich handeln.“ Die Menge applaudiert und jubelt.

Klimastreik Hamburg
Zehntausende Teilnehmer:innen demonstrieren beim Klimastreik in Hamburg.

15.11 Uhr: Jetzt läuft die Abschlusskundgebung.

15.03 Uhr: “Meine Erwartungen wurden übertroffen”, freut sich FFF-Sprecherin Emma Pfeuffer im Gespräch mit der MOPO. “Klar hab ich gehofft, dass Massen zur Demo kommen. Es ist schön zu sehen, wie vielen Menschen Klimaschutz wichtig ist.” Die Parteien könnten das nicht überhören. Es brauche jetzt Klimapläne, die konform seien mit dem 1,5-Grad-Ziel.

Teilnehmer:innen beim Klimastreik in Hamburg.
Teilnehmer:innen beim Klimastreik in Hamburg.

14.41 Uhr: Die Polizei spricht gegenüber der MOPO von 21.000 Teilnehmer:innen, die Organisator:innen von Fridays for Future von 80.000. Eine realistische Einschätzung ist schwierig – unsere Reporter:innen vor Ort gehen aber davon aus, dass die Polizeischätzung definitiv zu niedrig ist.

14.20 Uhr: Der hintere Teil des Teilnehmer:innenfeldes hat sich gerade erst in Bewegung gesetzt. Die Spitze verharrt unterdessen in Höhe des Michels.

14.11 Uhr: MOPO-Reporterin Annalena Barnickel hat gerade mit Jan Delay gesprochen – hier ein kurzes Video:

13.58 Uhr: Das Presseteam von Fridays for Future geht davon aus, die erwartete Teilnehmer:innenzahl von 20.000 übertroffen zu haben. Von der Polizei gibt es bislang keine Einschätzung.

Die Spitze des Protestzuges hat gleich wieder die Willy-Brandt-Straße erreicht. Dort findet später auch die Abschlusskundgebung statt. Neben Reden wird es Auftritte von AnnenMayKantereit und der Hamburger Star-Newcomerin Zoe Wees geben.

13.42 Uhr: Die Demo verläuft friedlich, die Teilnehmer:innen halten sich überwiegend an die vorgeschriebene Maskenpflicht. Gelaufen wird Corona-konform in Blöcken, Abstände werden aber nicht immer korrekt eingehalten. Unsere Reporter:innen haben bislang lediglich einen Polizeieinsatz beobachtet. Am Gorch-Fock-Wall hat ein Aktivist versucht, auf einen Baum zu klettern. Die Beamten schritten ein.

Polizeieinsatz am Gorch-Fock-Wall
Polizeieinsatz am Gorch-Fock-Wall.

13.15 Uhr: Die Stimmung vor Ort ist gut, berichten unsere Reporterin Annalena Barnickel und Fotograf Florian Quandt. Das Teilnehmer:innenfeld ist bunt gemischt: Viele Jugendliche, aber auch Erwachsene, darunter Familien mit kleinen Kindern. Viele sind glücklich darüber, ein starkes Zeichen gegen die aktuelle Klimapolitik setzen zu können – so kurz vor der Bundestag. Was auffällt: Die Demo ist relativ leise, zu hören sei eher Trommelsound statt lauter Parolen.

Die Spitze des Demozuges hat jetzt die Lombardsbrücke erreicht, der hintere Teil ist noch nicht einmal losgelaufen.

Teilnehmer:innen beim Klimastreik in Hamburg.

12.53 Uhr: Der Demo-Zug ist unterwegs. „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“, rufen die Teilnehmer:innen.

12.33 Uhr: Als erster Künstler tritt Jan Delay auf. Er singt „Vergiftet“, passenderweise.

Jan Delay Klimastreik
Jan Delay beim Klimastreik in Hamburg.

Der Hamburger sorgt zum Auftakt für Stimmung:

12.20 Uhr: Es geht los, zum Auftakt sprechen Fridays-For-Future-Aktivist:innen. „Wir sind wütend auf diejenigen, die sagen, es wird doch schon genug getan und wütend auf die katastrophale Klimapolitik“, sagt Aktivistin. Maia Stimmig.

11.41 Uhr: Der Platz vor der Bühne auf der Willy-Brandt-Straße schon gut gefüllt. Bald gehts los! Seit heute Morgen um 3.30 Uhr ist der Bereich der Willy Brandt Straße vollumfänglich für die Aufbauarbeiten gesperrt. In diesem Zeitraum können Anwohner, Berufstätige und andere den Bereich bis voraussichtlich 21 Uhr weder mit dem Auto anfahren noch mit dem Auto verlassen.

klimastreik-hamburg-greenpeace
Auch Aktivist:innen von Greenpeace nehmen am Klimastreik teil.

11.00 Uhr: Bundesweit sind 400 Demonstrationen angekündigt. Neben weiteren Umweltorganisationen, die zur Teilnahme an dem „globalen Klimastreik“ aufgerufen haben, unterstützen in Hamburg auch prominente Musiker die jungen Klimaschützer. So wollen Zoe Wees, Jan Delay, AnnenMayKantereit und Enno Bunger auf einer Bühne auf der Willy-Brandt-Straße, dem Start- und Endpunkt des Demonstrationszuges, spielen.

„Die nächste Bundesregierung entscheidet, ob wir der Klimakrise noch entgegentreten können“, sagte Emma Pfeuffer, Sprecherin von FFF Hamburg. Keine Partei habe derzeit einen ausreichenden Plan, um die Erderwärmung noch auf 1,5 Grad zu begrenzen. „Politik handelt nicht, ohne entsprechenden Druck – und für den braucht es alle jetzt.“

Die Polizei erwartet, dass es durch zahlreiche demobedingte Straßensperrungen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen wird. „Verkehrsteilnehmern wird empfohlen, den betroffenen Bereich weiträumig zu umfahren oder auf schienengebundene öffentliche Verkehrsmittel auszuweichen“, hieß es.

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