Mitglieder der Bewegung Fridays for Future protestieren mit einer symbolischen Rohrleitung gegen den Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2. (Symbolfoto)
  • Mitglieder der Bewegung Fridays for Future protestieren mit einer symbolischen Rohrleitung gegen den Weiterbau der Gaspipeline Nord Stream 2. (Symbolfoto)
  • Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Klimaschutz ignoriert: Klage in Hamburg: Umwelthilfe will „Nord Stream 2“ stoppen

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) will nach eigenen Angaben am Dienstag eine Klage gegen den Weiterbau der umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 beim Hamburger Verwaltungsgericht einreichen. Dadurch könnte das Vorhaben erneut kurzfristig gestoppt werden.

Die Klage soll sich gegen die Genehmigung der Bauarbeiten durch das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) richten, wie die DUH am Dienstag mitteilte. Demnach würden Klima- und Umweltargumente bei dem Bau der Pipeline ignoriert.

Hamburg: Erneute Klage gegen Nord Stream 2

Das BSH hatte zuvor Widersprüche der DUH und des Naturschutzbundes Deutschland gegen eine Baugenehmigung von Mitte Januar zurückgewiesen. Die Behörde hatte Nord Stream 2 damals den sofortigen Weiterbau in deutschen Gewässern erlaubt. Durch die Widersprüche war die Genehmigung zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt worden.

Eine Klage vor Gericht würde die Genehmigung nun erneut außer Kraft setzen. Ohne die Genehmigung könnte Nord Stream 2 erst ab Ende Mai in deutschen Gewässern verlegen. Derzeit wird in dänischen Gewässern verlegt.

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Nord Stream 2 soll künftig 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr von Russland nach Deutschland befördern. Nach Angaben der Projektgesellschaft von Anfang April sind bereits 95 Prozent der Pipeline verlegt worden. (dpa/maw)

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