x
x
x
Aufnahme des Gerry Weber Stores am Hamburger Jungfernsteig.
  • Auch die Filiale am Jungfernstieg fällt dem Sanierungskurs zum Opfer.
  • Foto: CityNewsTV

Kahlschlag bei „Gerry Weber“ – so geht es mit den Hamburger Filialen weiter

Die ins Straucheln geratene Modekette „Gerry Weber“ macht einen Großteil ihrer Filialien in Deutschland dicht. Betroffen sind auch mehrere Geschäfte in Hamburg.

Wie das Unternehmen aus Halle bekanntgab, werden bis September diesen Jahres von 171 Geschäften 122 geschlossen. Der Modehersteller werde sich in Zukunft wieder verstärkt auf das Großhandelsgeschäft konzentrieren und damit zu seinen Wurzeln zurückkehren, sagte Firmenchefin Angelika Schindler-Obenhaus. Die Expansion hin zu einem großen Filialnetz habe sich als nicht zukunftsfähig herausgestellt – deshalb müssten nun alle defizitären Standorte schließen.

Ladenschließungen bei „Gerry Weber“: Auch Hamburger Filialen betroffen

Von den Schließungen betroffen sind auch drei der sechs Hamburger Filialen: Die Geschäfte im EKT Farmsen, im Rahlstedt-Center und im Hamburger Hof am Jungfernstieg machen dicht. Erhalten bleiben die Geschäfte im Elbe-Einkaufszentrum (Osdorf), in Bergedorf und im Alstertal-Einkaufszentrum (Poppenbüttel).

Der vom Amtsgericht Essen im Zuge des Verfahrens bestellte Sanierungsexperte Stefan Meyer betonte, der jetzt eingeschlagene Kurs sei „ohne Alternative, um den erhaltenswerten Kern von Gerry Weber zu schützen und den Konzern für die Zukunft robust, belastbar und auf finanziell solidem Fundament im Markt zu platzieren“.

„Gerry Weber“: Mehrere hundert Arbeitsplätze fallen weg

Die „Gerry Weber Retail GmbH“, die das Filiailnetz betreibt, hatte bereits am 20. April Insolvenz angemeldet. Das Insolvenzverfahren wurde am Montag eröffnet. Durch die angekündigten Sanierungsmaßnahmen werden nach Unternehmensangaben rund 350 Vollzeitarbeitsplätze wegfallen.

Das könnte Sie auch interessieren: Ladensterben in Ottensen: „Bei den Mieten können wir keinen Gewinn mehr machen”

Erst vor gut drei Jahren hatte Gerry Weber schon einmal mithilfe eines Insolvenzverfahrens vor dem Aus gerettet werden müssen. (doe/dpa)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp