Jan Fedder am 17.03.2016
Jan Fedder am 17.03.2016
  • Jan Fedder am 17.03.2016
  • Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Jan Fedder: So gedenken die Hamburger des Schauspielers zum dritten Todestag

Am 30. Dezember 2019 starb Jan Fedder (†64), Schauspieler, „Großstadtrevier“-Legende und Hamburger Original. Er starb allein, zurückgezogen und anscheinend friedlich in seiner Wohnung auf St. Pauli – so wie er es sich gewünscht hatte. Dass er nicht vergessen ist, merkt man an seinem liebevoll gepflegten Grab auf dem Ohsldorfer Friedhof. Besucher haben dort zum dritten Todestag kleine Geschenke hinterlassen.

2000 Gäste kamen damals zum Trauer-Gottesdienst im Michel. Viele Prominente waren darunter: Uschi Glas. Heinz Hönig. Ben Becker. Tim Mälzer. Klaus Meine, Olivia Jones. Michael Otto. Seine Kollegen vom „Großstadtrevier“. Und viele, viele mehr. Neben Promis waren auch St. Paulianer darunter, Rotlicht-Größen, ganz normale Hamburger. Jan Fedder, der Mann mit der Kodderschnauze, wurde von vielen geliebt.

Großstadtrevier-Legende Jan Fedder war eigen

Der damalige ARD-Programmdirektor Volker Herres, der erste Trauerredner, sagte damals, niemand habe das St.-Pauli-Lebensgefühl so verkörpert wie er. „Jan war eigen. Seine Glaubwürdigkeit ist das Geheimnis seiner überragenden Beliebtheit.“

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In einem schwarzen Mercedes S-Klasse aus den 80er Jahren ging es damals vom Michel zum lebenslangen Zuhause Fedders‘: Dem Kiez. Im Schritttempo, so dass die Hamburger am Straßenrand Abschied nehmen konnten.

Ein unvergessener St. Paulianer

Während die private Trauerfeier dann in der „Ritze“ auf dem Kiez stattfand, ging Fedders letzte Reise weiter: Der schwarze Wagen mit den roten und weißen Rosen fährt zum Ohsldorfer Friedhof, zu seiner letzten Ruhestätte.

Ein kleines Polizeiauto und eine Rose liegen auf Jan Fedders Grab in Ohlsdorf CityNews TV
Ein kleines Polizeiauto und eine Rose liegen auf Jan Fedders Grab in Ohlsdorf
Ein kleines Polizeiauto und eine Rose liegen auf Jan Fedders Grab in Ohlsdorf

Erst vor einem Monat allerdings hat jemand einen kleine Figur von seinem Grab gestohlen. Seit Jan Fedder auf dem Friedhof begraben liegt, hat ein Plastikpolizist stets auf ihn aufgepasst. Von dem kleinen Bewacher fehlt seit kurzem allerdings jede Spur – obwohl er am Zaun, der um die Grabanlage herum führt, fest angebracht worden war.

Polizeiauto statt Polizeifigur?

Aber seit Freitag gibt es ein neues Objekt auf Jan Fedders Grab, das über ihn wachen könnte: Zum dritten Todestag haben Besucher eine Rose dort abgelegt, seine Lieblingsblume, und ein kleines Polizeiauto: Jan Fedder bleibt den Hamburgern unvergessen. „Rock’n Roll Forever“ hat einer noch auf eine Kerze geschrieben. (usch)

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