Schweres Baugerät steht auf der Baustelle des geplanten Elbtowers an den Elbbrücken.
  • Schweres Baugerät steht auf der Baustelle des geplanten Elbtowers an den Elbbrücken.
  • Foto: dpa | Marcus Brandt

Hamburgs XXL-Baustelle: Mit Riesen-Schritten in Richtung Wahrzeichen

Es soll Hamburgs spektakulärstes Hochhaus werden – und eines der höchsten in Deutschland: der Elbtower. Der damalige Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) nannte den Plan bei der Bekanntgabe Hamburgs einen „Meisterentwurf“. 2025 soll er Wirklichkeit sein, entscheidend dafür ist auch der Fortschritt im neuen Jahr.

„Der Zeitplan sieht vor, dass im November der erste Abschnitt der Baugrube an den Rohbauer übergeben wird. Die gesamte Baugrube soll dann Anfang 2023 fertig sein“, berichtete ein Sprecher der Signa Real Estate. Für den Baustart peilt der Projektentwickler das letzte Quartal 2022 oder das erste Quartal 2023 an. Die Fertigstellung ist für Ende 2025 geplant. Einen wichtigen Meilenstein haben die Entwickler mit dem Mitte Dezember vom Senat beschlossenen Bebauungsplan erreicht, auf dessen Basis nun die Gesamtbaugenehmigung erteilt werden könne.

Elbtower Hamburg: Starten Bauarbeiten Ende 2022?

Auf Basis einer Teilbaugenehmigung laufen bereits Vorbereitungen: Auf dem Grundstück an den Elbbrücken werden in den nächsten Monaten auf einer Fläche von etwa drei Fußballfeldern Dichtwände gesetzt, außerdem Schlitzwände, die bis zu 55 Meter tief in die Erde reichen, wie Signa erläutert.


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„Für die Baugrube werden etwa 130.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, was einem Würfel von rund 50 Metern Kantenlänge entspricht.“ Zudem wird seit Dezember an der Tiefgründung gearbeitet, für die insgesamt 63 Gründungspfähle mit einem Durchmesser von zwei Metern und einer Länge von 75 Metern hergestellt werden.

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Die Bürgerschaft hatte 2019 die Übergabe des Grundstücks an Bedingungen wie eine bestimmte Vermietungsquote und eine gesicherte Gesamtfinanzierung geknüpft. „Das Projekt erfreut sich bei Mietern und unseren Finanzierungspartnern großer Nachfrage“, heißt es bei Signa.

„Zum Zeitpunkt der Übergabe des Grundstücks wird die erforderliche Vermietungsquote erfüllt und das Projekt durchfinanziert sein.“ Mit angemieteten Flächen der Hotelkette Nobu sowie der Hamburg Commercial Bank (HCOB) seien aktuell etwa 30 Prozent vermietet.

Hamburg: Elbtower ist schon zu 30 Prozent vermietet

Der Projektentwickler gehört zur Signa-Holding des österreichischen Milliardärs René Benko, die in Deutschland auch als Eigentümer der Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof bekannt ist. Zum Portfolio der Signa Real Estate gehören in Hamburg bereits die Alsterarkaden, das Alsterhaus sowie die geplante neue Gänsemarktpassage.

Der vom Büro des Stararchitekten David Chipperfield entworfene Elbtower soll in die von Frankfurter Wolkenkratzern dominierte Topliga der höchsten Hochhäuser in Deutschland vorstoßen: Mit seinen 65 Stockwerken und 245 Metern Höhe wird der Elbtower bundesweite Nummer drei hinter dem Commerzbank-Turm und dem Messeturm in der Mainmetropole. (dpa/mp)

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