Auf der Elbinsel Schweinesand kann man sich fast wie in der Karibik vorkommen. Im Hintergrund: Blankenese. 
  • Auf der Elbinsel Schweinesand kann man sich fast wie in der Karibik vorkommen. Im Hintergrund: Blankenese. 
  • Foto: Florian Quandt

Hamburgs kleine Paradiese: 10 Ausflugstipps für einen Kurzurlaub im Alltag

Einfach mal abschalten und die Natur genießen: In und um Hamburg gibt es eine Reihe versteckter Orte, die es zu entdecken gilt. Verwunschene Parks, eine idyllische Insel oder ein gemütliches Teehaus laden zum Verweilen und Kraft tanken ein. Die MOPO zeigt 10 kleine Paradiese in der Metropolregion, die für Urlaubsgefühle sorgen.

1. Schweinesand: Hamburgs Karibik

Schweinesand mit Strand

So schön ist der Strand von Schweinesand. 

Foto:

Florian Quandt

Vor Blankenese liegt die Insel Schweinesand. Sie gehört zum Naturschutzgebiet Neßsand und beheimatet zahlreiche gefährdete Tierarten wie Zwergmöwen und Trauerseeschwalben. Der Traumstrand ist nur mit dem Boot zu erreichen. Hier lässt sich wunderbar der Sonnenuntergang beobachten. Der Rest der Insel darf nicht betreten werden und gehört ganz der Natur. Auf die Insel zwischen Cranz und Blankenese kommt man nur mit dem eigenen Boot, einen Fährverkehr gibt es nicht. 

Adresse: Schweinsand, 22587 Hamburg

2. Wohldorfer Wald – Kurzurlaub im Grünen

Wohldorfer Wald (1)

Der Wohldorfer Wald

Foto:

Florian Quandt

Im Nordosten zeigt Hamburg sich von seiner wohl grünsten Seite. Hier im Naturschutzgebiet Wohldorfer Wald (dem ältesten Forstrevier Hamburgs) kann man den Stadtlärm hinter sich lassen und Waldluft atmen. Hohltauben, Schell-Enten und Hornissen haben hier Biotope gefunden. Aber auch seltene Waldbewohner wie Uhu, Baumfalke, Eisvogel, Kolkrabe und Fischotter fühlen sich hier heimisch. Mit der U1 bis Ohlstedt. Hier beginnt der Erlebnispfad. Der Rundweg ist sieben Kilometer lang.

Adresse: An der Ecke Bredenbekstraße/Mühlenredder gibt es einen Parkplatz

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3. Alter Friedhof in Harburg: Himmlische Ruhe

Alter Friedhof Harburg

Der alte Friedhof in Harburg.

Foto:

Florian Quandt

In diesem Park wandelt man zwischen Leben und Tod: Auf dem alten Friedhof in Harburg fand 1969 die letzte Beisetzung statt – doch zur Ruhe kommen lässt es sich hier auch heute noch. Den Besucher empfängt eine mystische Atmosphäre zwischen den Skulpturen, knorrigen Bäumen und Gräbern, die teilweise an die 200 Jahre alt sind. Der Alte Friedhof erzählt von der Geschichte Harburgs und seiner Persönlichkeiten aus Politik und Industrie, die hier begraben liegen.

Adresse: Alter Friedhof Harburg, Bremer Str. 24, 21073 Hamburg

4. Die Insel Neuwerk: Hamburgs Perle im Watt

Die Insel Neuwerk aus der Vogelperspektive.

Die Insel Neuwerk aus der Vogelperspektive.

Foto:

imago images/ blickwinkel

Neuwerk: Das autofreie Inselchen in der Elbmündung ist ein Vogelparadies – und die Anreise schon ein Abenteuer. Hamburger haben’s gut – wenn sie reif für die Insel sind, müssen sie nicht mal den Bezirk Mitte verlassen. Hamburg hat als einzige deutsche Großstadt eine eigene Insel: Neuwerk, einst Piratennest, heute ein Paradies für Touristen und Vögel. Erreichen kann man die Insel bei Flut mit dem Schiff und bei Ebbe zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Wattwagen. Im Nationalparkhaus, auf der 3 Quadratkilometer großen Insel, kann man sich über Tiere, Pflanzen und das Weltnaturerbe Hamburgisches Wattenmeer schlau machen.

Adresse: Vom Anleger „Alte Liebe“ in Cuxhaven (Navi: Ber der Alten Liebe 12, 27472 Cuxhaven) fährt das Schiff „MS Flipper“ der Reederei Cassen Eils auf die Insel. Hin- und Rückfahrt: 32 Euro. Außerdem kann man zu Fuß und mit dem Wattwagen auf die Insel gelangen. 

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5. Billerhuder Insel: Kleine Idylle in der Stadt

Billerhuder Insel: Parzelle am Wasser

Wunderschön, so eine Parzelle direkt am Wasser. Die Billerhuder Insel ist ein Traum! 

Foto:

Florian Quandt

Zwischen den Stadtteilen Hamm und Rothenburgsort liegt die Billerhuder-Insel: Ein Schrebergarten-Paradies am Wasser. Hier ist seit fast 100 Jahren einer von Hamburgs schönsten Kleingartenvereinen beheimatet. In der Gartenkolonie Billerhude erwartet den Besucher im Sommer eine fluminante Blütenpracht. Bei einem Streifzug durch die liebevoll gestalteten Kleingärten lassen sich überall kleine Wunder der Natur entdecken.

Adresse: Billerhuder Insel, 20539 Hamburg. Mit der U2 bis Burgstraße, dann mit Bus 130 (Richtung Billstedt) bis Billerhuder Insel

6. Wulksfelder Forst und Gut Wulksfelde

Blick auf die Gutsküche des Bioland Gutes Wulksfelde.

Blick auf die Gutsküche des Bioland Gutes Wulksfelde.

Foto:

Markus Scholz

Im Wulksfelder Forst liegt ein Urwald direkt vor den Toren der Stadt. Durch die noch unberührte Natur schlängelt sich die Alster und zeigt sich von ihrer wilden Seite. Sogar einen Pilgerpfad gibt es hier. Ungebändigt schlängelt sich der Oberlauf der Alster zwischen sattem Grün hindurch. Vögel zwitschern, Bäume ragen in das Wasser hinein. Wer ein bisschen Landluft schnuppern möchte oder mit Kinder unterwegs ist, sollte dem Gut Wulksfelde einen Besuch abstatten. Hier können Hühner beobachtet und Schafe gestreichelt werden, im Hofladen gibt es frisches Brot und andere Leckereien vom Biobauern.

Adresse: Gut Wulksfelde, Wulksfelder Damm 15-17, 22889 Tangstedt/Hamburg

7. Schwarzenberg: Der Dschungel von Harburg

Schwarzenberg

Die Schwarzenberg-Anlage in Harburg. 

Foto:

Florian Quandt

Kanonenrohre, eine Friedenseiche, Denkmäler für die Befreiungskriege 1813 gegen Napoleon und den Deutsch-Französischen Krieg 1870/1: Ein Spaziergang durch die waldreiche Schwarzenberg-Anlage gleicht einer Geschichtsstunde – aber einer ganz besonders lauschigen. Schwarzenberg ist die älteste öffentliche Grünfläche Harburgs. Die Anlage geht auf einen königlich-hannoverschen Offizier, Major Ferdinand von Bissing zurück. Er ließ den Nordhang des Berges 1835 bepflanzen – allerdings ohne Erlaubnis des kommandierenden Generals. Das Ergebnis: Er wurde Strafversetzt und heute erinnert im Park ein Denkmal an sein Schicksal.

Adresse: Der Schwarzenbergpark liegt zwischen Schwarzenbergstraße und Buxtehuder Straße, 21073 Hamburg. Öffentliche Verkehrsmittel: S3 bis Heimfeld

8. „Die Reit“: Ein Himmelreich für Hamburgs Vögel

Naturschutzgebiet "Die Reit"

Das Naturschutzgebiet „Die Reit“ in den Marschlanden. 

Foto:

Florian Quandt 

Die Reit in Reitbrook ist ein fantastisches Paradies für seltene Tiere. Das Naturschutzgebiet bietet beim Rundgang echtes Urwald-Feeling. Wenn das Tüpfelsumpfhuhn Sie misstrauisch aus dem dichten Schilf heraus beäugt, wenn der Drosselrohrsänger eine Arie zum Besten gibt und die Große Rohrdommel hinterm Bittersüßen Nachtschatten kleine Frösche jagt – ja, dann sind Sie in der Reit, dem Allermöher Naturschutzgebiet, in dem sich allein 200 heimische Vogelarten wohlfühlen.

Adresse: Reitbrooker Hinterdeich, 21037 Hamburg

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9. Eimsbütteler Park: Romantik am Weiher

Weiher in Eimsbüttel

Der Weiher in Eimsbüttel. 

Foto:

Florian Quandt

Wuchtige Bäume mit mächtigen Kronen trennen ein grünes Kleinod vom tosenden Ring 2. Dort Tausende Autos pro Tag, hier der Eimsbütteler Park – eine Oase im Herzen des Stadtteils. Bereits 1832 kaufte der Senator und spätere Bürgermeister Hamburgs Ascan Wilhelm Lutteroth einen Teil des Geländes und verwandelte es in einen Landschaftspark. Heute lässt es sich auch im Hochsommer wunderbar unter den Weiden rund um den Weiher aushalten. Ein Spielplatz, ein Planschbecken und ein Café gehören ebenfalls zum Park.

Adresse: Ottersbekallee, 20255 Hamburg

10. Hetlinger Schanze – Unberührter Strand an der Elbe