x
x
x
Die Barkasse „Hafen Hamburg“ von Barkassen-Meyer fährt bei ihrer Hafenrundfahrt durch den Waltershofer Hafen (Archivbild).
  • Die Barkasse „Hafen Hamburg“ von Barkassen-Meyer fährt bei ihrer Hafenrundfahrt durch den Waltershofer Hafen (Archivbild).
  • Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Hamburgs Barkassenbetreiber: Das bereitet ihnen Sorge

Hafengeburtstag, Maifeiertage: Die Geschäfte der Hamburger Barkassenbetreiber laufen gut, berichtet der Hafenschiffahrtsverband. Doch die Freude darüber ist getrübt.

Die Geschäfte würden zurzeit gut laufen, sagte Geschäftsführer Knut Heykena. „Der Tourismus in der Hansestadt hat aber noch nicht wieder das Niveau von 2019 erreicht.“ Er sei mit Blick auf die kommenden Monate dennoch vorsichtig optimistisch. Die Hochsaison dauert von Mai bis Oktober.

Gestiegene Kosten, Bürokratie: Das bereitet Hamburgs Barkassenbetreiber Sorge

Für einen Teil der Unternehmer sei zudem der Fachkräftemangel ein Problem. Auf Nachfrage direkt bei Betreibern sind auch Klagen über gestiegene Kosten oder viel Bürokratie zu hören.

Hubert Neubacher, Inhaber und Geschäftsführer von Barkassen-Meyer (Archivbild) picture alliance/dpa/Christian Charisius
Hubert Neubacher, Inhaber und Geschäftsführer von Barkassen-Meyer
Hubert Neubacher, Inhaber und Geschäftsführer von Barkassen-Meyer (Archivbild)

Im Rückblick auf die vergangenen Wochen spricht Hubert Neubacher, Inhaber von Barkassen-Meyer, von einer guten Auslastung seiner Flotte aus Barkassen und Fahrgastschiffen vor allem etwa beim Hafengeburtstag oder an den Feiertagen. „2024 scheint ein erneut gutes Jahr für uns zu werden, wenn man sich die Übernachtungszahlen in unserer Stadt anschaut“, sagte er. Eine Herausforderung seien aber die gestiegenen Kosten in sämtlichen Bereichen. „Da wir diese nur zum Teil an unsere Gäste weitergeben können und wollen. Es bereitet mir tatsächlich Kopfzerbrechen, wohin hier die Reise noch geht.“

Hafenschiffahrtsverband: Nachwuchssorgen in der Fahrgastschifffahrt

Der Hafenschiffahrtsverband berichtet von Nachwuchssorgen in der Fahrgastschifffahrt. Während der Corona-Pandemie hätten sich Schiffsführer und Decksleute umorientiert und seien nicht alle wieder an Bord zurückgekehrt, sagte Heykena. Unternehmer Gregor Mogi beispielsweise fehlen Kapitäne. „Von unseren fünf Barkassen können nicht alle gleichzeitig bewegt werden“, ein bis zwei Schiffe blieben ungenutzt.

„Hafenschiffer ist ein Ausbildungsberuf, für eine spannende und vielseitige Tätigkeit im Hamburger Hafen“, wirbt Heykena. „Wer Interesse hat, auch mal selbst das Steuer einer Rundfahrt-Barkasse zu übernehmen, hat bei einer Bewerbung im Moment sehr gute Chancen.“

Das könnte Sie auch interessieren: Machen Sie mal Hamburg-Urlaub! Wo man sich wie auf Sylt fühlt – und 18 weitere Tipps

Nach Angaben des Hafenschiffahrtsverbands ist die Zahl der Barkassen-Unternehmen in Hamburg schwer zu beziffern. Geschäftsführer Heykena geht von rund 90 Fahrzeugen aus. Seit einem Jahr sei ein hohes Kostenbewusstsein bei den Kunden zu spüren, sagte Unternehmer Mogi. Er klagt zudem: „Uns zermürbt die Bürokratie.“ Mehr als 60 Prozent seiner Arbeitskraft müsse er dafür aufwenden, dass der Betrieb laufen dürfe.

Für den Verlauf der weiteren Saison spielt natürlich auch das Wetter eine große Rolle. „Wenn es kalt ist und regnet, bleiben die Leute eher drinnen“, sagte Heykena. „Und wenn es zu heiß wird, ist man lieber im als auf dem Wasser.“ (dpa/mp)

Email
Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp