Süllberg
  • Bis Ende vergangenen Jahres gab es auf dem Süllberg noch Sterne-Gastronomie (Archivbild).
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Geschichtsträchtige Gastronomie bekommt neue Betreiber

Es ist eine der bekanntesten Gastronomie-Adressen der Stadt. Nun tut sich auf dem Blankeneser Süllberg endlich wieder etwas: Nachdem der bekannte Spitzenkoch Karlheinz Hauser in das Formel 1-Catering gewechselt war, blieb sein Gourmetrestaurant „Seven Seas“ verwaist. Jetzt soll feststehen, wer der nächste Chef vom Süllberg wird.

Zu dem Hauser-Imperium auf dem Süllberg gehörten ein Fünf-Sterne-Hotel mit den Restaurants „Seven Seas“ und „Deck 7“, ein Biergarten, ein Ballsaal und ein Catering-Unternehmen. Zwei Jahrzehnte lang waren die Läden unter Hamburgs Top-Adressen zu finden.

Hamburger Süllberg: Das wird aus dem Sterne-Restaurant

Ende 2021 dann der Wechsel des Spitzenkochs vom Süllberg ins Formel 1-Catering von McLaren. „Nach 38 Jahren in der Gastronomie und 20 Jahren auf dem Süllberg wird es Zeit für etwas anderes“, sagte Hauser damals der „Bild“.

Karlheinz Hauser
Spitzenkoch Karlheinz Hauser ist heute im Formel 1-Catering tätig.

Nach rund sechsmonatigem Stillstand passiert dort wieder was: Gastronom Vincenzo Vazzano aus Hannover hat nach Informationen der „Welt am Sonntag“ einen Pachtvertrag unterschrieben. Gemeinsam mit seinen Brüdern Lorenzo und Angelo arbeite er nun an einem Konzept.

Nachfolger Vazzano will anderen Schwerpunkt setzen

Wer ist Vincenzo Vazzano? In Hannover soll die Familie Vazzano die „hoi!-Gruppe“ gegründet haben, zu der das Restaurant „Hoi! Willkommen in Südtirol“, weitere Restaurants unter dem Namen „Vier Jahreszeiten“ und ein Veranstaltungsservice gehören.

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Sterne-Gastronomie werde es in Zukunft auf dem Süllberg laut des Berichts nicht mehr geben. Der Schwerpunkt solle auf der Ausrichtung von Veranstaltungen wie Familien- oder Unternehmensfeiern liegen. „Auch für das bisherige Gourmet-Restaurant haben wir uns was Schönes ausgedacht“, so Vazzano gegenüber der Zeitung.

Süllberg: Tradition und Sterne-Küche

Eine baldige Wiedereröffnung werde angestrebt, gerade auch auf der neu hergerichteten Terrasse mit Elbblick soll es bald losgehen. Die beiden Restaurants wurden schon im Frühjahr saniert, das Hotel wurde ausgegliedert und wird mittlerweile als Boarding-House betrieben.

Der Hamburger Süllberg wird auch gern als „Hausberg“ Hamburgs bezeichnet. Auf seinen fast 75 Metern Höhe lässt sich vom Aussichtstürmchen oder dem schattigen Biergarten der Blick wunderbar über die Elbe mit ihren großen und kleinen Pötten schweifen.

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Das dachten sich auch findige Köche: Schon seit 1837 gibt es auf dem Süllberg ein gastronomisches Angebot. Zuletzt war seit 2002 Karlheinz Hauser Küchenchef des Zwei-Sterne-Restaurants „Seven Seas“ auf dem Süllberg, in das auch die hanseatische Schickeria gern einkehrte. (mp)

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