Jemand dreht am Thermostat
  • Jemand dreht am Thermostat (Symbolbild)
  • Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Heizkosten steigen: Das empfiehlt der Mieterverein

Mieter müssen sich warm anziehen. Die Temperaturen sinken und die diesjährigen Preise für Heizöl, Erdgas und Fernwärme steigen. Mit welchen zusätzlichen Kosten müssen die Hamburger rechnen?

Anruf bei Siegmund Chychla, Vorsitzender des Mietervereins zu Hamburg. „Bisher gibt es noch keine Rückfragen von Mietern. Die erhöhten Heizkosten machen sich erst Anfang 2022 bemerkbar“, so Chychla. Die Kosten für Fernwärme steigen laut Heizspiegel dieses Jahr um neun Prozent für Fernwärme, um 13 Prozent für Erdgas und um 44 Prozent für Heizöl. Voriges Jahr sind die Kosten um zwei, fünf und 27 Prozent gesunken. Ölheizungen sind vorherrschend in Einfamilienhäusern und kleinen Einheiten, Wohnhäuser mit höchstens 10 – 15 Einheiten. Fernwärme und Gas kommt in größeren Einheiten zum Einsatz.  

Heizkosten: Das empfiehlt der Mieterverein

„Mieter müssen sich 2022 warm anziehen, weil hohe Heizkosten drohen“, warnt Chychla. Er empfiehlt zehn bis 15 Prozent des diesjährigen Beitrags an Abgaben für das Heizen als Rücklage. „Dies ist eine allgemeine Empfehlung, die die Steigerung der Heizkosten abdeckt“, versichert er. 


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Bei einer Ölheizung müsse man mehr zurücklegen. „Bei Gas sind nicht so hohe Preiserhöhungen zu erwarten“, meint Chychla. Man solle eine monatliche Rate, im Idealfall zwei, angepasst an die bisher eigenen Kosten, zurücklegen. „Hamburger Mieter müssen mit rund fünf Prozent höheren Heizkosten als im Schnitt rechnen“, prognostiziert er.  

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Der Vorsitzende des Mietervereins zu Hamburg hat zwei Empfehlungen, kosteneffizeint und ökonomisch zu heizen. Das Runterstellen des Thermostats um ein Grad bewirkt bereits eine Verringerung der Heizkosten um sechs Prozent. Auch mahnt Chychla, vernünftig zu lüften: „Um den Innenhof nicht zu beheizen, lohnt es sich während des Lüftens das Thermostat runterzudrehen.“ 

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